KiTa-Elternbeirat – ein Überblick

Läuft die Wahl von Elternvertreter*innen in den KiTas schon auf vollen Touren? Haben „trotz Corona“ genügend Eltern kandidiert? Papier-Briefwahl, Online-Voting in einer Videokonferenz oder echte Vollversammlung mit Abstand und Maske? Wie auch immer: wir hoffen es läuft gut. Wir hören, dass auch schon erste Elternbeiräte gewählt sind: herzlichen Glückwunsch an die Gewählten! Die Wahl kann noch / muss bis zum 10. Oktober erfolgen (§ 10 Abs. 2 KiBiz NRW).

Information „Elternbeirat – was nun?“ (Aufgaben und Rechte)

Für alle Elternbeiräte werden wir auch in diesem Jahr wieder eine Information zu den Aufgaben und Rechten der Elternbeiräte in den KiTas anbieten. Wir arbeiten gerade am Termin (einer Videokonferenz über Zoom) und an der Anpassung aufgrund der neuen Gesetzeslage seit 1. August 2020. Wer aber schonmal (unter Vorbehalt) in die Infos vom letzten Jahr reinschauen möchte, findet die Info hier (Rückblick Veranstaltung „Elternbeirat – was nun?“ am 14. Januar 2020) oder Download:

Überblick über die Gremien:

Laut Gesetz werden in jeder Kindertageseinrichtung zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Trägern die (1.) Elternversammlung, der (2.) Elternbeirat und der (3.) Rat der Kindertageseinrichtung gebildet.

Dazu gibt es viele praktische „Traditionen“ in den KiTas, die langjährig gut funktionieren. Es können aber auch Regelungen und „Geschäftsordnungen (GO)“ schriftlich festgelegt werden, und zwar vom Träger im Einvernehmen mit den Eltern, also – ob nun „Fortführung der Tradition“ oder neue GO – immer nur im Konsens.

  1. Die Elternversammlung (EV) sind alle Eltern der KiTa (also eine echte „Eltern-Vollversammlung“ der ganzen KiTa), sie soll mindestens einmal im KiTa-Jahr (bis 10. Oktober) einberufen werden. Aber auch öfter und besonders dann, wenn mind. 1/3 aller Eltern oder (mit Begründung) der Elternbeirat es verlangt. Der Träger hat einzuberufen, aber rein theoretisch könnten sich die Eltern auch selbst treffen…
    Das Gesetz legt Aufgaben der EV fest: „In der Elternversammlung informiert der Träger über personelle Veränderungen sowie pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie die angebotenen Öffnungs- und Betreuungszeiten.“ und „Die Elternversammlung soll auch für Angebote zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungskompetenz der Eltern genutzt werden.“ und, ganz wichtig: „Zu den Aufgaben der Elternversammlung gehört die Wahl der Mitglieder des Elternbeirates.“ Dazu sollte dann z.B. der bisherige Elternbeirat über seine Arbeit informieren (und dafür evtl. auch Dank, Applaus oder sogar ein paar Blümchen erhalten? ;-)) und die neuen Kandidat*innen sich vorstellen.
    Die Elternversammlung ist in § 10 Abs. 2 KiBiz NRW geregelt. In vielen KiTas wird nach einer allg. Information in großer Runde dann in den einzelnen KiTa-Gruppen eine Gruppen-Elternvertretung gewählt.
  2. Der Elternbeirat (EB) vertritt die Interessen der Elternschaft des aktuellen Kindergartenjahres gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung.“ und hat verschiedene Rechte (in § 10 Abs. 3 und Abs. 4 und Abs. 5 KiBiz NRW). Der Elternbeirat besteht nur aus Eltern, dieses Gremium trifft sich wann, wo und so oft der EB möchte. (Praktisch ist immer auch ein Email-Verteiler oder SMS oder Messenger-Chatgruppe für schnelle Infos.)
    Werden, wie in den meisten KiTas, 2-3 Eltern als Elternvertretung der Gruppe gewählt, bilden erst alle diese zusammen den „Elternbeirat der KiTa“. Dieser trifft sich und wählt am besten einen Elternbeirats-Vorsitz und Stellvertretung (als Ansprechpartner*innen für die ganze KiTa, Leitung, Träger, uns als JAEB).
    Oft laden die KiTa-Leitungen zum „ersten Elternbeirats-Treffen“ ein. Das ist ein sehr netter Service, und genügt auch häufig. Das ist dann aber immer direkt schon ein „Treffen von Leitung mit dem Elternbeirat“, und nicht „der Elternbeirat“. Wo es keinen Bedarf gibt, sich als EB vorher in Ruhe kennen zu lernen oder sich allein unter Eltern auszutauschen, da mag das auch einfach ausreichen. Solche regelmäßigen Treffen der Leitung mit dem Elternbeirat sind sehr nützlich für den KiTa-Alltag und finden meist alle paar Wochen statt, ganz anders als der nun folgende 3.:
  3. Der „ganz große“ Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich und besteht aus 3 Gruppen: a) Träger (oftmals „nur“ die Leitung, aber ggf. auch Fachberatungen, Geschäftsführer*innen, Pfarrer etc.) b) Vertreterinnen und Vertretern des Personals und c) des Elternbeirates.
    „Aufgaben sind insbesondere die Beratung der Grundsätze der Erziehungs- und Bildungsarbeit, die räumliche, sachliche und personelle Ausstattung sowie die Vereinbarung von Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung.“ (§ 10 Abs. 5 KiBiz)

Mehr zu den Aufgaben und Rechten des Elternbeirats wie angekündigt demnächst auf der Info-Veranstaltung oder in der Präsentation / Datei siehe oben!

PS: Um als neuer Elternbeirat vom JAEB weitere Informationen zu erhalten, bitte unbedingt hier in den E-Mail-Verteiler eintragen (Newsletter-Tool), Danke!

Wahl des KiTa-Elternbeirats: auch digital oder Briefwahl

Sowohl das NRW-Ministerium als auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR) haben Informationen und Hilfestellungen versendet, die die Elternbeiratswahlen in Coronazeiten auch in digitalen Veranstaltungen oder per Briefwahl ermöglichen:

„28.08.2020

Informationen für Eltern deren Kinder in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege betreut werden
Informationen für Träger, Leitungen, Personal von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen

Elternmitwirkung auf örtlicher Ebene
Aufgrund der bestehenden Corona-Pandemie wird für die bevorstehenden Elternbeiratswahlen in den Kindertageseinrichtungen sowie anschließenden Jugendamtselternbeiratswahlen auf folgendes hingewiesen:

Bis zum 10. Oktober wählt die Elternversammlung die Mitglieder des Elternbeirates. Die Wahl findet in der Regel in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung statt. Grundsätzlich ist dies auch in diesem Jahr möglich, sofern die in der Coronabetreuungsverordnung bzw. Coronaschutzverordnung vorgegebenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden können.

Sollte eine Präsenzveranstaltung nicht möglich sein, kann die Wahl der Elternbeiräte beispielsweise auch im Rahmen digitaler Veranstaltungen oder in Anbetracht der besonderen Umstände in diesem Jahr auch im Rahmen einer Briefwahl stattfinden. Die Eltern sind in diesem Fall möglichst frühzeitig über das Verfahren und alle notwendigen Informationen zu unterrichten.

Die Elternbeiräte der Kindertageseinrichtungen und gegebenenfalls eine Vertretung von Eltern, deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden, können sich zu der Versammlung der Elternbeiräte zusammenschließen, die zwischen dem 11. Oktober und dem 10. November einen Jugendamtselternbeirat wählt.

Diese Wahl findet in der Regel ebenfalls in einer Präsenzveranstaltung statt, kann in diesem Jahr aber beispielsweise auch im Rahmen der genannten Möglichkeiten (digitale Veranstaltung, Briefwahl) erfolgen.“

Neues KiBiz (KiTa-Gesetz) in Kraft

Für die Kindertagesstätten und auch die Elternmitwirkung gilt ab diesem KiTa-Jahr 2020/2021, also seit 1. August 2020 nun das neue KiBiz „Kinderbildungsgesetz NRW“.

Aus Elternsicht sind die Gesetzesänderungen zwar enttäuschend (vgl. Kritik hier), aber sind nun Realität. Wir dokumentieren hier die §§ zur Elternmitwirkung, Hervorhebungen von uns (JAEB Köln):

§ 9 Zusammenarbeit mit den Eltern

(1) Das Personal der Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen arbeiten mit den Eltern bei der Förderung der Kinder partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen. Die Eltern haben einen Anspruch auf eine regelmäßige Information über den Stand des Bildungs- und Entwicklungsprozesses ihres Kindes. Dazu ist den Eltern mindestens einmal im Kindergartenjahr ein Gespräch über die Entwicklung ihres Kindes, seine besonderen Interessen und Fähigkeiten sowie geplante Maßnahmen zur gezielten Förderung des Kindes anzubieten. Eltern, die Kommunikationsunterstützung benötigen und deren Kinder in einer Kinder-tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege betreut werden, haben die Rechte aus § 8 Absatz 1 Satz 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes Nordrhein-Westfalen vom 16. Dezember 2003 (GV. NRW. S. 766) in Verbindung mit der Kommunikationsunterstützungsverordnung Nordrhein-Westfalen vom 15. Juni 2004 (GV. NRW. S. 336), jeweils in der jeweils geltenden Fassung.

(2) Das pädagogische Personal berät und unterstützt die Eltern und Familien im Rahmen seiner Kompetenzen zu wichtigen Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes.

§ 10 Elternmitwirkung in der Kindertageseinrichtung

(1) In jeder Kindertageseinrichtung werden zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Trägern die Elternversammlung, der Elternbeirat und der Rat der Kindertageseinrichtung gebildet. Regelungen über die Zusammensetzung der Gremien in der Tageseinrichtung und Geschäftsordnungen dieser Gremien werden vom Träger im Einvernehmen mit den Eltern festgelegt, soweit in diesem Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist. Bei Wahlen und Abstimmungen haben Eltern eine Stimme je Kind. Die Mitwirkungsgremien sollen die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, dem Träger und dem pädagogischen Personal sowie das Interesse der Eltern für die Arbeit der Einrichtung fördern.

(2) Die Eltern der die Einrichtung besuchenden Kinder bilden die Elternversammlung. Diese wird mindestens einmal im Kindergartenjahr von dem Träger der Kindertageseinrichtung bis spätestens 10. Oktober einberufen. Eine Einberufung hat außerdem zu erfolgen, wenn mindestens ein Drittel der Eltern oder in besonders begründeten Fällen der Elternbeirat dies verlangt. In der Elternversammlung informiert der Träger über personelle Veränderungen sowie pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie die angebotenen Öffnungs- und Betreuungszeiten. Zu den Aufgaben der Elternversammlung gehört die Wahl der Mitglieder des Elternbeirates. Die Elternversammlung soll auch für Angebote zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungskompetenz der Eltern genutzt werden.

(3) Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Elternschaft des aktuellen Kindergartenjahres gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung. Dabei hat er auch die besonderen Interessen von Kindern mit oder mit drohenden Behinderungen in der Einrichtung und deren Eltern angemessen zu berücksichtigen. Das Mandat des Elternbeirates gilt über das Ende eines Kindergartenjahres hinaus und endet mit der Wahl eines neuen Elternbeirates, wenn in den Verfahrensregeln und Geschäftsordnungen nach Absatz 1 Satz 2 keine andere Regelung getroffen wurde. Bei einem Mandat über das Ende eines Kindergartenjahres hinaus, beraten und entscheiden die Mitglieder des Elternbeirates im Interesse der neuen Elternschaft, wie die Eltern im aktuellen Kindergartenjahr, beispielsweise in der Versammlung der Elternbeiräte, vertreten werden. Wenn die Betreuung der Kinder in der Einrichtung endet, scheiden ihre Eltern spätestens mit der Wahl eines neuen Elternbeirates aus dem Elternbeirat aus.

(4) Der Elternbeirat ist vom Träger und der Leitung der Einrichtung rechtzeitig und umfassend über wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Einrichtung zu informieren und insbesondere vor Entscheidungen über die pädagogische Konzeption der Einrichtung, über die personelle Besetzung, die räumliche und sachliche Ausstattung, die Hausordnung, die Öffnungszeiten, einen Trägerwechsel sowie die Aufnahmekriterien anzuhören. Gestaltungshinweise hat der Träger angemessen zu berücksichtigen.

(5) Entscheidungen, die die Eltern in finanzieller Hinsicht berühren, bedürfen grundsätzlich der Zustimmung durch den Elternbeirat. Hierzu zählen vor allem die Planung und Gestaltung von Veranstaltungen für Kinder und Eltern sowie die Verpflegung in der Einrichtung, soweit es sich dabei zum Beispiel nicht nur um geringfügige Preissteigerungen im Rahmen allgemeinüblicher Teuerungsraten handelt.

(6) Der Rat der Kindertageseinrichtung besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Trägers, des Personals und des Elternbeirates. Aufgaben sind insbesondere die Beratung der Grundsätze der Erziehungs- und Bildungsarbeit, die räumliche, sachliche und personelle Ausstattung sowie die Vereinbarung von Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung. Der Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich.

§ 11 Elternmitwirkung auf Jugendamtsbezirks- und Landesebene

(1) Zur Wahrnehmung der Interessen von Eltern, deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden, ist im Sinne eines gemeinsamen integrierten Förderangebots anzustreben, dass zur Vertretung dieser Eltern in der Versammlung der Elternbeiräte bis zum 10. Oktober eine Wahl im Jugendamtsbezirk ermöglicht wird.

(2) Die Elternbeiräte der Tageseinrichtungen für Kinder und gegebenenfalls eine Elternvertretung von Eltern, deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden, können sich auf örtlicher Ebene zu der Versammlung von Elternbeiräten zusammenschließen und ihre Interessen gegenüber den Trägern der Jugendhilfe vertreten. § 10 Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend. Sie werden dabei von den örtlichen und überörtlichen öffentlichen Trägern der Jugendhilfe unterstützt. Die Versammlung der Elternbeiräte wählt in der Zeit zwischen dem 11. Oktober und dem 10. November aus ihrer Mitte einen Jugendamtselternbeirat. Die Gültigkeit der Wahl des Jugendamtselternbeirates setzt voraus, dass sich 15 Prozent aller Elternbeiräte im Jugendamtsbezirk an der Wahl beteiligt haben. Das Mandat der Mitglieder des Jugendamtselternbeirates gilt über das Ende eines Kindergartenjahres hinaus und endet mit der Wahl eines neuen Jugendamtselternbeirates, wenn in den Verfahrensregeln und Geschäftsordnungen nach Absatz 4 keine andere Regelung getroffen wurde. Wenn keine andere Regelung getroffen worden ist, endet es mit der Wahl, auch wenn kein neuer Jugendamtselternbeirat zustande kommt, in der Regel spätestens mit Ablauf des 10. November. In den Verfahrensregeln und Geschäftsordnungen kann geregelt werden, dass der Jugendamtselternbeirat für zwei Kindergartenjahre gewählt wird. Wenn ihre Kinder nicht mehr in der Kindertagesbetreuung sind, scheiden Eltern spätestens mit der Wahl eines neuen Jugendamtselternbeirates aus dem Jugendamtselternbeirat aus. Dem Jugendamtselternbeirat ist vom Jugendamt bei wesentlichen die Kindertagesbetreuung betreffenden Fragen die Möglichkeit der Mitwirkung zu geben.

(3) Die Jugendamtselternbeiräte können sich auf Landesebene in der Versammlung der Jugendamtselternbeiräte zusammenschließen. Die Jugendamtselternbeiräte wählen bis zum 30. November eines jeden Jahres aus ihrer Mitte den Landeselternbeirat. Die Gültigkeit der Wahl des Landeselternbeirates setzt voraus, dass sich Jugendamtselternbeiräte aus 15 Prozent aller Jugendamtsbezirke an der Wahl beteiligt haben. In den Verfahrensregeln und der Geschäftsordnung kann geregelt werden, dass der Landeselternbeirat für zwei Kindergartenjahre gewählt wird. Wenn ihre Kinder nicht mehr in der Kindertagesbetreuung sind, scheiden Eltern spätestens mit der Wahl eines neuen Landeselternbeirates aus dem Landeselternbeirat aus. Dem Landeselternbeirat ist von der Obersten Landesjugendbehörde bei wesentlichen die Kindertagesbetreuung betreffenden Fragen die Möglichkeit der Mitwirkung zu geben.

(4) Näheres zum Verfahren und über die Zusammensetzung der Gremien auf Jugendamts- und Landesebene regeln die Versammlungen der Elternbeiräte und der Jugendamtselternbeiräte in einer Geschäftsordnung. Der Landeselternbeirat erhält für die mit der Wahrnehmung der Aufgaben verbundenen Ausgaben bis zu 25 000 Euro jährlich. Die Auszahlung des Betrages für die Wahlperiode des Landeselternbeirats, also vom 1. Dezember bis 30. November des Folgejahres, erfolgt ab Januar nach der Wahl. Die Ausgaben einer Wahlperiode sind dem überörtlichen Träger der Jugendhilfe (Landesjugendamt) beim Landschaftsverband Rheinland jährlich spätestens bis zum 31. Januar des Folgejahres nachzuweisen. Abschlagszahlungen sind zu verrechnen.

Statement des JAEB Köln zum eingeschränkten Regelbetrieb in NRW ab dem 08.06.2020

Köln, 24. Mai 2020

Land in Sicht!

Das dachten viele Familien, als Minister Dr. Stamp den eingeschränkten Regelbetrieb für alle KiTaKinder zum 08.06 verkündete. Der reguläre Betreuungsumfang minus 10 Stunden pro Betreuungsvertrag sind ein guter Anfang und ein starkes Signal an die Eltern. Auch wir – der Jugendamtselternbeirat der Stadt Köln – freuen uns über diesen nächsten wichtigen Schritt für die Familien in NRW.

Wir danken allen Akteuren im Bereich KiTa und Jugendhilfe, die bislang eine Notbetreuung aufrechterhalten und sich für die nächsten Schritte engagiert haben.

Wir in Köln haben uns dafür entschieden, in den Dialog mit den Verantwortlichen des Kölner Jugendamtes zu gehen, um möglichst viele Perspektiven zu berücksichtigen. Für Familien und deren unterschiedliche Bedürfnisse! Für Kinder und deren Rechte! Für eine bestmögliche Betreuung und die Umsetzung der Hygienekonzepte! All diese Aspekte sind uns neben einer guten Kommunikation mit den Verantwortlichen wichtig.

Unser Fokus lag dabei auf folgenden Punkten:

  • Notwendigkeit von faktenbasierten Entscheidungen, wie konkrete Forschungsprojekte in Kitas
  • Solidarische Vergabe von Stundenkontingenten im eingeschränkten Regelbetrieb
  • Umsetzung des eingeschränkten Regelbetriebs unter Wahrung des Infektionsschutzes und gleichzeitig der Förderung und Teilhabe der Kinder
  • Maßnahmen, falls es zu einem weiteren Lockdown kommt. Wie bereitet sich die Kölner KitaLandschaft darauf vor?
  • Stichwort digitale Lösungen: Minimum-Anforderung an Kontaktaufnahmen etc.
    Lohnfortzahlungen bei Verdienstausfall
  • Kita-Beiträge während des eingeschränkten Regelbetriebs
  • Regelungen zur Betreuung von Kindern während der Schließzeiten im Sommer

Das Jugendamt hat uns gute Ansätze erläutert und Standpunkte mit uns diskutiert. Dafür möchten wir uns bedanken. Ein konstruktiver Austausch ist uns auch weiterhin sehr wichtig.

Wir sind gewählte Elternvertreter unterschiedlicher KiTas und haben als Jugendamtselternbeiräte gerade in dieser Krisensituation viele Erfahrungen anderer Eltern gesammelt. Diese Erfahrungen hatten eine Spannbreite von acht Wochen keinen Kontakt zwischen KiTa, Kindern und Eltern, bis hin zu tollen virtuellen Konzepten, durch hohes persönliches Engagement einzelner Träger und Pädagogen. Mit dieser Erfahrung im Gepäck wünschen wir uns für Kölner KiTas und deren Familien einheitliche Mindeststandards und ein Commitment über alle Träger hinweg. Kinder und deren Familien brauchen den Kontakt zu ihren Einrichtungen, um Krisensituation zu bewältigen.

Darüber hinaus haben wir Bedarfsabfragen in den einzelnen KiTas für die jeweiligen Eltern vorgeschlagen. Nicht jede Familie nutzt Betreuungskontingente im vollen Umfang. So könnte ein Mehrbedarf bei einzelnen Familien abgedeckt werden und ein solidarisches Miteinander unter Familien entstehen. Flexibilität ist gerade in einer solchen Situation wichtig. Die Stadt Köln wird zunächst eine Bedarfsabfrage nach Betreuung während der ursprünglichen Ferienzeiten starten.

Wie die einzelnen Betreuungssettings und die Einhaltung der Hygienestandards nun ausgearbeitet werden, liegt in der Hand der KiTas. Wir hoffen, dass sie bei dieser schwierigen Aufgabe möglichst viel Hilfe erhalten und vom gegenseitigen Austausch profitieren können.

Auch wir als Jugendamtselternbeirat der Stadt Köln unterstützen gerne die Verantwortlichen bei allen nächsten Schritten und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.

Damit ein zunächst eingeschränkter Regelbetrieb erfolgreich laufen kann, brauchen wir aber Eure Erfahrungen als Eltern vor Ort. Meldet Euch gerne bei uns und teilt Eure Eindrücke!

Euer Jugendamtselternbeirat Köln

Hier findet Ihr den Link zu unserem Brief.

Update: Neuregelung zur Kinderbetreuung ab dem 27.04.2020

Liebe Eltern,

ab dem 27.04.2020 gibt es wieder Neuerungen zum Thema Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen. Wir versuchen kurz und knapp, die wichtigsten Links zu relevanten Informationen und notwendigen Formularen für euch zusammenzufassen. Die Regelungen gelten vorerst bis zum 04.05.2020.

Ihr seid alleinerziehend und möchtet euch gerne zu aktuellen Themen rund um das Thema Corona und Kinderbetreuung informieren? Der Verband für alleinerziehende Mütter und Väter teilt auf seiner Webseite aktuelle Informationen und Hilfsangebote. Wir finden, das ist einen Blick wert und begrüßen sehr, dass diese Gruppe nun auch Unterstützung erhalten wird.

Alleinerziehende, berufstätige Eltern können ab sofort eine Notbetreuung in Anspruch nehmen. Hier findet ihr das Formular der Stadt Köln. Genauso können alleinerziehende Studierende, die sich in Abschlussprüfungen befinden, ab sofort Notbetreuung beantragen. Hier das entsprechende Formular.

Auch die Liste der systemrelevanten Berufsgruppen wurde erweitert. Hier geht es zur Auflistung des entsprechenden Ministeriums. Und hier findet ihr noch einmal den Link zum aktuellen Formular für systemrelevante Eltern der Stadt Köln.

Ganz allgemein hält euch die Stadt Köln auf Ihrer Webseite zum Thema Corona sowie Kinderbetreuung während der Corona-Krise auf dem Laufenden. Hier gibt es tagesaktuelle Informationen und FAQs zu allen wichtigen Themen. Auch das Land NRW bietet viele Updates auf seiner Webseite an. Ein Update der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 regelt u. a. die Frage, ob Kinder einen Mund-Nasenschutz tragen müssen. Man hat sich darauf verständigt, dass dies erst ab Schuleintritt verpflichtend ist.
Ihr interessiert euch darüber hinaus auch für Informationen des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration? Dann bitte hier lang.

Habt ihr noch Fragen? Oder gibt es Themen, die wir unbedingt ansprechen müssen? Bitte schreibt uns unbedingt, wenn euch etwas unter den Nägeln brennt.

Wir wünschen euch, dass ihr und eure Familien gesund bleiben!

Euer JAEB-Köln

Update zur Kinderbetreuung während der Corona-Krise

Die Nachrichten zur aktuellen Lage überschlagen sich. Fast täglich gibt es neue Meldungen und Richtlinien rund um das Thema Corona. 

Gerade für uns KiTa-Eltern ist es nicht einfach Arbeit und Kinderbetreuung zu gewährleisten. So wendet sich auch die Bundeselternvertretung mit einem Appell an die Politik. „Eltern brauchen eine bundesfinanzierte Corona-Freistellung zur Kinderbetreuung…“ – so die Forderung. „Familienförderung ist Wirtschaftsförderung.“ 

Die Politik hat zumindest auf einen Teil der Forderungen mit einer Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes reagiert und bietet Hilfen für bestimmte Personengruppen an, die aufgrund von Kinderbetreuung nicht arbeiten können.

Dennoch wissen wir, dass die Lage für alle momentan nicht einfach ist. Wann immer ihr Hilfe, Beratung oder einfach nur ein offenes Ohr braucht: Es gibt umfassende Hilfsangebote via Telefon.

https://www.mkffi.nrw

Damit ihr in dieser dynamischen Situation nicht den Überblick verliert, haben wir euch die wichtigsten Neuerungen für NRW und Köln zusammengefasst.

Wie werden Kinder im Falle von häuslicher Gewalt geschützt?

Das MFKFFI fordert alle Jugendämter auf, die Kinder betreuen zu lassen, deren Wohl zuhause gefährdet ist. §2 Abs. 3 (Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur (CoronaBetrVO))

Welche Kinder dürfen aktuell in KiTas betreut werden?

Seit Montag, 23.03.2020 gilt, dass auch Kinder in ihrer jeweiligen Einrichtung betreut werden können, wenn nur ein Elternteil Schlüsselperson ist. Eine Betreuung für Kinder von Schlüsselpersonen soll auch an Wochenenden und während der Osterferien sichergestellt werden. Lest hier den genauen Erlass 

Gibt es Updates, wer eine sog. Schlüsselperson ist?

Auch hier hat das Ministerium seinen Kriterienkatalog erweitert und mit einem FAQ versucht möglichst viele Fragen abzudecken. 

Wie kann ich mir bestätigen lassen, dass ich eine solche Schlüsselperson bin?

Dafür müsst ihr dieses Dokument ausfüllen und von eurem Arbeitgeber unterschreiben lassen: Formular der Stadt Köln

Gelten die Regelungen des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW auch für Köln?

Die Stadt Köln orientiert sich an den Erlässen des zuständigen Ministeriums. Die KiTa-Leitungen wurden per E-Mail über alle Neuerungen verständigt. Auch private Träger sind angehalten, sich an die Neuregelung zu halten. Sollte eine Betreuung am Wochenende notwendig sein genügt es, wenn Eltern sich mit der KiTa-Leitung in Verbindung setzen.

Was können Eltern tun, die sog. Schlüsselpersonen sind und aktuell keinen Betreuungsvertrag haben?

Diese Eltern können sich unter der Rufnummer 0221 / 221-25404 an die zuständige Behörde wenden und ihren Bedarf anmelden.

Werden in Köln KiTa-Beiträge und Essensgelder für die Zeit ohne Betreuung erstattet?

Die Stadt Köln hat sich bereits vor dem Erlass des Ministeriums darauf verständigt, die KiTa-Beiträge in voller Höhe zu erstatten. Dies gilt für alle Beiträge, die an die Stadt Köln entrichtet werden. Für die städtischen Einrichtungen werden auch Essensgelder erstattet. Bei allen anderen Trägern gibt es lediglich eine Handlungsempfehlung

Was passiert, wenn ich keine Schlüsselperson bin und aufgrund von Kinderbetreuung nicht arbeiten kann?

Der LVR weist auf seiner Internetseite auf die Möglichkeit zur Entschädigung für den Einkommensausfall hin. Lest nach, welche Kriterien hierfür erfüllt sein müssen:

Ihr möchtet euch noch weiter über Regelungen des Landes NRW informieren?

Hier findet ihr viele Fragen und Antworten.

Bitte beachtet auch das Kontaktverbot, das seit dem 23.03.2020 und bis zum 19.04.2020 gilt! 

Wir wünschen euch, dass ihr diese schwierige Situation gut meistert und gesund bleibt!

Habt ihr Fragen, Anregungen und Wünsche? Meldet euch gerne bei uns.

Euer JAEB Köln

Statement des Landeselternbeirats zur Corona-Krise

Vielen Dank an den Landeselternbeirat NRW für diese Stellungnahme. Wichtige und sehr richtige Punkte rund um das Betretungsverbot aller Kitas in NRW werden hier angesprochen. Wir können diese Haltung nur unterstützen und hoffen, dass sie berücksichtigt wird.

Stadt zahlt Beiträge für Kita, Tagespflege und OGS voraussichtlich zurück

Der JAEB freut sich sehr über die Veröffentlichung der Stadt Köln, dass aller Voraussicht nach die Beiträge für die Kita erstattet werden und damit wir als Eltern in dieser herausfordernden Situation entlastet werden. Den genauen Wortlaut und Inhalte der Dringlichkeitsentscheidung für den Rat der Stadt Köln könnt ihr unter diesem Link nachlesen.

Bitte beachtet zudem die Regelungen, im Speziellen das Spielplatzverbot. Nur wenn wir uns alle an die neuen Vorgaben halten, können wir gemeinsam die Verbreitung des Virus stoppen. Danke für eure Solidarität.

https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/corona-virus-478-bestaetigter-fall-koeln

KiTa-Schließung, Corona-Virus, Forderungen des JAEBs und Tipps

Seit Freitag den 13. März 2020 um 14:30 Uhr ist nun klar, dass der Corona-Virus in den kommenden Wochen einen erheblich stärkeren Einfluss auf unser Leben hat, als das manche von uns zuerst wahrhaben wollten. Wir als Jugendamtselternbeirat (JAEB) für die Stadt Köln werden in den kommenden Wochen versuchen, euch mit Informationen zum Thema zu versorgen und als Ansprechpartner*innen zu dienen. 

Themen:

  1. KiTa-Schließung: alle KiTas aller Träger! 
  2. Infos zum Corona-Virus
  3. Arbeitsrechtliche Auswirkung für Eltern
  4. Nachbarschaftshilfe
  5. Forderungen des JAEB Kölns
  6. Euer Feedback

1.         KiTa-Schließung aller KiTas aller Träger!

Am Freitag den 13. März 2020 um 14:30 Uhr trat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vor die Kameras und verkündete die Maßnahmen, welche zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus beschlossen wurden. Dies traf nicht nur diverse öffentliche Einrichtungen und Schulen, sondern auch sämtliche Kindertageseinrichtungen und damit uns. Er sprach von einem Betretungsverbot von KiTas und der Schaffung von Notgruppen für Eltern, die in kritischen Infrastrukturen arbeiten (Krankenhäuser, Polizei, Feuerwehr etc.) und kein anderweitiges Betreuungsangebot organisieren können. Zudem weißt er darauf hin, dass die Großeltern gerade nicht die richtigen Betreuungspersonen sind, da diese als Risikogruppe besonders geschützt werden sollten. Jede*r kann einen Beitrag leisten, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, so dass unser Gesundheitswesen nicht überfordert wird. Hamsterkäufe sind seiner Aussage nach nicht notwendig und die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert. Die gesamte Rede könnt ihr euch auf Youtube ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=qckkpKNmWRk

Am Freitagnachmittag waren einige KiTa-Leitungen bzw. einige Träger, noch nicht vorbereitet und entsprechend informiert. So konnten entsprechend Erzieher*innen beim Abholen noch nicht viel sagen. Ganz klar ist: Die KiTa-Schließung betrifft ALLE KiTas und ALLE Träger!

  • WICHTIG: Von einer Betreuung durch die Großeltern rät das Gesundheitsamt dringend ab, da ältere Menschen zur vulnerablen Zielgruppe gehören, die ganz besonders vor einer Infektion mit dem Corona-Virus geschützt werden muss.

Es gibt aber eine Notbetreuung für Kinder „unentbehrlicher Schlüsselpersonen“
und für diese 2 Übergangstage am Montag und Dienstag zur Vorlage der nötigen Arbeitgeberbescheinigung:

  • Ausschließlich für Kinder (im Kita-Alter sowie der Klassen 1 bis 6) von Eltern, die „unentbehrliche Schlüsselpersonen“ sind und während des gesamten Zeitraums kein anderweitiges Betreuungsangebot organisieren können, bietet die Stadt Köln eine Notbetreuung an.
  • „Unentbehrliche Schlüsselpersonen“ sind Angehörige von Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung und der Aufrechterhaltung zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient. Dazu zählen insbesondere: Alle Einrichtungen, die der Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Pflege sowie der Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz), der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), der Lebensmittelversorgung und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.
  • Die Notwendigkeit einer außerordentlichen schulischen Betreuung von Kindern „unentbehrlicher Schlüsselpersonen“ ist durch eine schriftliche Bescheinigung des Arbeitgebers oder Dienstvorgesetzten nachzuweisen.
  • Die Bescheinigung ist bis spätestens Dienstag, 17. März, in der Kita abzugeben. Die Eltern werden dann informiert, ob für ihr Kind das Angebot der Notbetreuung gilt.
  • Mitteilung der Stadt Köln dazu: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/21569/index.html (mit Link zum Formular Arbeitgeberbescheinigung für Schlüsselpersonen) 
  • Das Gesundheitsamt appelliert an alle Eltern, ihre Kinder nicht durch die Großeltern betreuen zu lassen, da ältere Menschen ebenso wie Menschen mit einer Vorerkrankung zu der Zielgruppe gehören, die ganz besonders vor einer Infektion mit dem Corona-Virus geschützt werden muss.

Unser Statement als JAEB Köln zur KiTA Schließung: http://wp.kita-klaaf.de/2020/03/13/jaeb-koeln-zu-den-schliessungen-der-kitas-in-koeln-aufgrund-des-corona-virus/

2.         Infos zum Corona-Virus  

Seite des Robert – Koch – Institut zu Corona: 
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Ein prima Cartoon der Comic-Zeichnerin Daniela Schreiter und dem Wissenschaftsredakteur Lars Fischer: https://www.fuchskind.de/?nav=galerie&bild=517 (es soll wohl eine ganze Cartoon-Reihe werden!)

Anregungen der Kinderarztpraxis Dr. Otten (Köln-Ehrenfeld) u.a. zu Kinderbetreuung: 
Liebe Eltern, durch umsichtiges, überlegtes, nicht Panik-gesteuertes Verhalten kann jeder Einzelne effektiv dazu beitragen, die Ausbreitung der Pandemie in unserem Land wirksam zu verlangsamen. Nur so kann es gelingen, sich, Andere und v.a. die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen (ältere Menschen, Menschen mit relevanten Vorerkrankungen) wirksam zu schützen und die begrenzten Kapazitäten der medizinischen Versorgung am Laufen zu halten und nicht zu überfordern. 
Hier zu einige Anregungen, wie wir alle als Familien effektiv dazu beitragen können: […]
Kinderbetreuung:
– Lassen Sie Ihre Kinder nicht durch die Großeltern betreuen. 
– Wenn nötig bilden Sie alternativ kleine gleichbleibende Gruppen (zum Beispiel 3-4 Kinder) und wechseln sich mit den Eltern in der Betreuung der Kinder ab.
– Treffen Sie auch in der Freizeit lieber konstant die 3-4 besten Freunde, um die Anzahl der Kontakte zu minimieren. […]

Kinderarzt Prof. Bönte im Interview im Kölner Stadtanzeiger: https://www.ksta.de/ratgeber/gesundheit/koelner-kinderarzt-im-interview–kinder-sind-ideale-multiplikatoren-fuer-so-ein-virus–36412026

Das Coronavirus-Update mit einem der führenden Virus-Forscher Deutschlands: Christian Drosten, dem Leiter der Virologie in der Berliner Charité: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

Raus gehen wird empfohlen! Dieses Virus wird nicht durch Rotz übertragen, sondern ausgehustet und steht nur wenige Minuten in der Luft. Quelle: https://www.ardaudiothek.de/coronavirus-update-mit-christian-drosten/72451786 (vor allem ab 13:20 min)

3.         Arbeitsrechtliche Auswirkung für Eltern

Infos des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (Corona Virus: Arbeitsrechtliche Auswirkungen) https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html

Artikel im Spiegel mit der Kölner Anwältin Nathalie Oberthür: https://www.spiegel.de/karriere/coronavirus-und-arbeitsrecht-was-beschaeftigte-jetzt-wissen-muessen-a-3ee84a59-1bae-41be-9e22-ed088f1f53fe

„Wer glaubt, dass Homeoffice und Kinderbetreuung zusammengehen, der hat entweder Homeoffice oder Kinderbetreuung nicht verstanden“ Stellungnahme der Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege: https://www.bevki.de/wer-glaubt-dass-homeoffice-und-kinderbetreuung-zusammengehen-der-hat-entweder-homeoffice-oder-kinderbetreuung-nicht-verstanden/

4.         Nachbarschaftshilfe

Die Solidarität in der Gesellschaft ist erfreulich groß: Kinderlose und Schüler*innen bieten freiwillig, ehrenamtlich (und kostenlos!) Nachbarschaftshilfe an, nicht nur zum Einkaufen für Ältere, sondern auch zur Kinderbetreuung! Es hängen schon erste Zettel an den Supermärkten, Laternen und in Hausfluren. Schaut auch mal online z.B. hier: https://magazin.nebenan.de/artikel/coronavirus-unterstuetzt-euch-in-der-nachbarschaft

5.         Forderungen des JAEB Kölns

Wir arbeiten gerade intensiv an einem offenen Brief, den wir an die Stadt Köln geben wollen, in dem wir u.a. fordern werden:

  • die Notbetreuung im Sinne der Kinder im gewohnten Umfeld von den gewohnten Erzieher*innen zu gewährleisten (keine zentralen KiTas),
  • eine Notbetreuung auch für Alleinerziehende anzubieten,
  • die Rückerstattung bzw. den direkten Stopp der Erhebung von Elternbeiträgen und Essensgeldern,
  • die Anrechnung dieser Schließung auf die Höchstgrenze der Schließtage,
  • sowie stets eine bessere und aktivere Informationspolitik des Jugendamts.

Sobald wir weiter sind, werden wir Euch hier auf der Webseite http://www.jaeb.koeln und/oder auf unserem Facebook-Account https://www.facebook.com/JAEBKOELN/ auf dem Laufenden halten.

6.         Euer Feedback!

Bitte gebt uns doch Rückmeldungen, wie ihr informiert wurdet. Vor welchen Schwierigkeiten steht ihr jetzt? Was wünscht ihr euch für die nächsten Wochen? Wir werden eure Rückmeldungen sammeln und an die Verantwortlichen der Stadt Köln weitergeben.

Über einen intensiven Kontakt mit euch in dieser herausfordernden Zeit würden wir uns freuen. Neben der E-Mail Adresse, über die ihr diesen Newsletter erhaltet, könnt ihr euch auch an eure „Veedelspaten“ direkt wenden. Wer das ist, findet ihr hier: http://wp.kita-klaaf.de/jaeb-koeln/veedel/

Gerne informieren wir euch regelmäßig und automatisch über aktuelle Themen. Zum Newsletter-Verteiler eintragen geht hier: www.jaeb.koeln >> Newsletter

Wir wünschen Euch eine gute Zeit und bleibt gesund! 

Viele Grüße
Euer JAEB Köln

JAEB Köln zu den Schließungen der Kitas in Köln aufgrund des Corona-Virus


Für den Jugendamtselternbeirat Köln (JAEB), die gewählte KiTa-Elternvertretung für 669 KiTas aller Träger in Köln, steht das Wohl der Gesellschaft an allererster Stelle. Der JAEB unterstützt somit alle Maßnahmen, die durch die Behörden verabschiedet werden, um die Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland zu verlangsamen. 

Da die Landesregierung alle Kitas zum Schutz nun schließen wird, wird der JAEB dieses Vorhaben selbstverständlich unterstützen und ihre Kommunikationskanäle zu den Eltern zur Verfügung stellen. 

Der JAEB weist darauf hin, dass nun klare und umfassende Informationen an die Eltern erfolgen müssen. Constanze Adami, stell. Vorsitzende des JAEBs sagt: „Die Eltern brauchen genaue Fakten, wie beispielsweise der Arbeitgeber informiert werden muss. Wie lange darf man fehlen, um seine Kinder zu Hause zu betreuen? Muss man Urlaub nehmen? Laufe ich Gefahr, meinen Job zu verlieren, wenn die Schließung mehrere Wochen dauert? All diese Punkte müssen proaktiv an die Eltern kommuniziert werden, um große Verunsicherungen und vor allem Falschinformationen zu vermeiden.“

Zudem ergänzt Heike Riedmann, stellv. Vorsitzende: „Auch dürfen wir die vielen Selbstständigen nicht vergessen, die ggf. Verdienstausfälle haben werden. Eine offizielle Information seitens der Stadt oder Land ist hier sehr wichtig.“ Sonja Riedemann, Vorsitzende im JAEB, hat zudem noch eine große Bitte: „Bei all der Unsicherheit bitten wir als JAEB alle Eltern Ruhe zu bewahren und sich über seriöse Quellen über den aktuellen Stand zu informieren.“

Diese Quellen sind beispielsweise:

Robert-Koch-Institut:

https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Stadt Köln:

https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/corona-virus-stadt-gibt-ueberblick-ueber-aktuellen-stand-7

Bundesministerium für Arbeit und Soziales:

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html?nn=67370

Persönlicher Kontakt zum JAEB Köln:

Attila Gümüs, 0163-2755719, Attila.guemues@jaeb.koeln

Constanze Adami: 0151 24145186, constanze.adami@jaeb.koeln

Heike Riedmann,  +49 172 6606532, heike.riedmann@jaeb.koeln

Parissa Razmjo Airamloree, +49 1521 3462861, parissa.airamloree@jaeb.koeln

Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus in Kölner Kitas

Liebe Elternbeiräte, liebe KiTa-Eltern,

wir als Stadt-Elternbeirat (JAEB) arbeiten mit Hochdruck daran, Euch mit dringenden notwendigen Infos und auch guten praktischen Tipps für die nächste Zeit der KiTa-Schließung zu versorgen. Meldet Euch daher gerne (wenn noch nicht geschehen) auf unserem Verteiler an: www.jaeb.koeln >> Newsletter  (oder direkter Link: hier)

Die Stadt Köln hat eine Informationsseite veröffentlicht, auf der alle wichtigen Fakten zusammengetragen werden: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/familie-kinder/betreuung/informationen-zum-umgang-mit-dem-corona-virus-kindertageseinrichtungen

Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir diese hier auf der Webseite http://www.jaeb.koeln und/oder auf unserem Facebook-Account https://www.facebook.com/JAEBKOELN/ veröffentlichen.

Beste Grüße, und bleibt gesund,

Euer JAEB (Jugendamtselternbeirat) Köln
… die gewählte Kölner KiTa-Elternvertretung für 669 KiTas aller Träger in Köln!
http://www.jaeb.koeln/ E-Mail: jaebkoeln@mail.de


Veranstaltung „Elternbeirat – was bedeutet das überhaupt?“

Neu im Amt, was nun? Unter diesem Motto haben wir uns mit frisch gebackenen Elternbeiräten und „Profis“ getroffen, um gemeinsam zu klären, was Elternmitwirkung eigentlich bedeutet. Auffällig war, dass es in Kölner KiTas ganz unterschiedlich läuft. Wir haben viele Probleme gehört, aber auch sehr positive Erfahrungen. Was in einer Einrichtung eine große Herausforderung war, lief in der anderen richtig gut. 

An dem Abend haben wir die Elternbeiräte gebeten, positive und negative Erfahrungen Kölner KiTa-Eltern auf Karten zu schreiben. Natürlich ist unsere kleine Umfrage nicht repräsentativ. Sie spiegelt aber viele Themen aus dem öffentlichen Diskurs wider. 

Hier die Top 6 Herausforderungen und Highlights der Umfrage:

Was läuft schlecht in einigen KiTas?

  1. Fehlende Elternmitwirkung/-bestimmung/-beteiligung
  2. Personalsituation/Fluktuation
  3. Kommunikation (einseitige oder schlechte Kommunikation)
  4. Intransparente Konzeption/mangelnde Struktur
  5. Wenige/unpassende Aktivitäten
  6. Unzufriedenes Personal

Worüber sind andere Eltern glücklich?

  1. Positives Miteinander (Team, Leitung, Eltern)/gute Kommunikationskultur
  2. Funktionierende Elternmitwirkung
  3. Gelungene Veranstaltungen/passende Aktivitäten
  4. Zufriedenheit mit Pädagogen/Leitung
  5. Partizipation Kinder
  6. Qualität der Eingewöhnung

Natürlich freuen wir uns, dass an dem Abend auch von vielen positiven Erfahrungen berichtet wurde.

Übrigens: In Elterninitiativen läuft die Elternmitwirkung onaturgemäß auffällig gut. Wir wissen aber auch, dass es in vielen KiTas viele Baustellen gibt, an denen wir gemeinsam arbeiten müssen. Ob sich von den Top 6 ableiten lässt, wann wir Eltern mit einer KiTa zufrieden sind? Möglicherweise. Klar ist aber, dass die Beteiligung aller ein Schlüssel zum Erfolg ist. 

Euer JAEB

Rückblick Veranstaltung „Elternbeirat – was nun?“

Liebe Elternbeiräte,

wir freuen uns sehr, dass so viele von Euch bei der Veranstaltung dabei waren. Danke auch für die vielen Fragen und Meinungen. Nur so können wir wichtige Themen sammeln und voranbringen.

Für diejenigen, die nicht dabei sein konnten: Es wird bald die nächste Veranstaltung geben. Damit Ihr auch rechtzeitig Bescheid bekommt, meldet euch bitte für den Newsletter-Verteiler an!

Wie versprochen findet Ihr hier die Präsentation der Einführungsveranstaltung:

Außerdem findet Ihr hier einen Link zum Handbuch für Elternbeiräte vom Landeselternbeirat (LEB) NRW. Vielleicht findet Ihr auch darin den ein oder anderen Tipp.

Solltet Ihr Fragen, Ideen oder Themen haben, die Euch unter den Nägeln brennen, meldet Euch gerne bei uns.

Herzliche Grüße
Heike Riedmann
(Stellvertretende Vorsitzende)

Veranstaltung: Qualitätsoffensive der Stadt Köln

Am 9. Dezember 2019 war es soweit: Die Stadt Köln stellte im Bürgerzentrum Chorweiler die Version 1 des Buches zur Qualitätsoffensive einer bunten Mischung aus Elternvertretern diverser KiTas im Stadtgebiet vor. Auch wenn  die Qualitätsoffensive ein Projekt der Stadt für ihre Einrichtungen ist, waren auch ein paar Interessierte von anderen Trägern dabei.

Natürlich durften wir als JAEB nicht fehlen und waren somit zahlreich als JAEB, aber auch als Elternvertreter unserer Einrichtungen vor Ort, um uns über den aktuellen Prozess zu informieren.

Wir wurden durch den Jugendamtsleiter Herrn Stephan Glaremin begrüßt, der dann an Frau Anja Kolb-Bastigkeit (Abteilung Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung von Kindern) übergeben, die dann durch den Abend geführt hat.

Frau Kolb-Bastigkeit stellte als Einleitung den Prozess dar, der zur Erstellung des Qualitätshandbuches der städtischen Kindertageseinrichtungengeführt hat. Besonders wichtig war hier die Einbindung aller an der KiTa teilhabenden Parteien. Dies sind neben den Kindern und Eltern derTräger und das Personal. In unterschiedlichen Beteiligungsforen und einer Kinderbefragung wurden alle zu ihren Meinungen und Wünschen befragt. Aus diesem Informationsverbund wurde dann in Qualitätszirkeln, einer Gruppe aus 27 Teilnehmer/innen (Leitungen, Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen, Fachberatungen und andern Mitarbeiter/innen des Jugendamtes) die erste Version des Qualitätshandbuches erstellt.

Die Beteiligung war auf allen Seiten groß, so haben von insgesamt 226 städtischen KiTas:

  • 174 KiTas (77%) am Fachkräfteforum,
  • 181 KiTas (80%) am Leitungsforum, und
  • 117 KiTas (65%) am Elternforum

teilgenommen.

Als Grundpfeiler innerhalb der städtischen Einrichtungen gibt es 6 Leitlinien, auf die dann im Qualitätshandbuch aufgebaut wird.

  1. Kinder werden von mir wertschätzend angesprochen und behandelt.
  2. Ich nehme Kinder ernst und höre ihnen zu.
  3. Ich hebe die individuellen Stärken jedes Kindes heraus und benenne sie.
  4. Ich leite Kinder zur Selbstachtung und Anerkennung der anderer an.
  5. Ich stelle bei Rückmeldung an die Kinder, Eltern oder Dritte das bereits erreichte in den Vordergrund.
  6. Ich achte auf die Interessen, Freuden, Bedürfnisse und Nöte der Kinder.

Das Qualitätshandbuch geht dann zu erst auf das Bildungsverständnis des Trägers ein und beschreibt anschließend seine Qualitätsansprüche und -kriterien in den unten stehenden drei Themenfeldern.

Wichtig ist laut Frau Kolb-Bastigkeit eine gute Beziehung zwischen den einzelnen Akteuren. Besondere Bedeutung hat hier die Bindung zwischen dem Erziehungspersonal und dem Kind.

„Ohne Bindung, keine Bildung!“

Im Bereich Bildung gestalten und verantworten geht es vornehmlich um die Aufgaben der Pädagoginnen und Pädagogen sowie Leitlinien, Qualitätsansprüche und -kriterien als Reflexionsgrundlage.

Darauf folgen die Bildungsbereiche. Hier wird auf die konkrete Ausführung zur Arbeit in den 10 Bildungsbereichen der Bildungsgrundsätze NRW, sowie deren Ergänzung um die spezifischen Konzepte der Stadt Köln eingegangen. Diese werden ergänzt durch Anregungen zur pädagogischen Arbeit und Fragen zu Selbstreflexion.

Das Qualitätshandbuch bildet die pädagogische Grundlage für alle städtischen Kindertageseinrichtungen. Damit ist die Grundrichtung des Trägers zu erkennen, jedoch sind Anpassungen an den Standort die Umgebung und die persönlichen Bedürfnisse möglich und erwünscht.

Die Aufteilung in die drei Bereiche macht es möglich, dass situationsbezogen mit dem Qualitätshandbuch gearbeitet werden kann. Erzieher und Kinderpfleger -innen können durch die vielen Anregungen zur Selbstreflexion motiviert werden, den geltenden Standard zu hinterfragen und, wenn möglich, zu verbessern.

Die Qualitätsansprüche und –kriterien wurden bereits in 24 Pilotkitas erprobt und ab 2020 werden jährlich 45 weitere Kitas in der Methode der Internen Evaluation geschult. Mit dieser Methode reflektieren die Teams kontinuierlich, wie sie die Qualitätsansprüche tatsächlich umsetzen.  Bis 2023 sollen dann alle der 226 städtischen Kitas  dieses umfassende Fortbildungsangebot erhalten haben.

Darüberhinaus plant die Stadt jährliche Foren mit Pädagogen -innen, Leitungen, Eltern und Mitarbeiter -innen des Jugendamts.

Anschließende Fragerunde

In der nachfolgenden Diskussion / Fragerunde haben sich viele der Eltern kritisch dazu geäußert, dass die Definition von Qualitätszielen gut und richtig ist, jedoch wünschen sich viele stärkere Kontrollen, welche das Erreichen der Ziele bestätigen.

Hier hat der Träger viel Vertrauen in sein vorhandenes Personal gesetzt und auf die Art und Weise, wie gearbeitet wird. Es ist so, dass die Einrichtungen durch die Fachberatungen überprüft werden. Dies aber nicht in dem Maße, wie es von einigen der Eltern im Gespräch gewünscht wurde. Jedoch wurde durch den Träger angeregt, bei Problemen mit der Einrichtung, nicht bei der Leitung der Einrichtung zu verzagen, sondern sich bei Bedarf an die zuständige Fachberatung zu wenden. Hier haben wir als JAEB Köln uns auch als Ansprechpartner für betroffene Eltern vorgestellt.

Die Eltern haben darüber hinaus angesprochen, dass für eine gute Qualität auch genug Personal vorhanden sein muss.

Herr Glaremin (Jugendamtsleiter) und Herr Neumann (Abteilungsleiter) haben im Anschluss der Vorstellung noch über die Entwicklung der städtischen Kitas in den nächsten Jahren gesprochen. Herr Glaremin räumte ein, dass es ein grundsätzliches Personal-Problem im Bereich der Erzieher -innen und Kinderpfleger -innen existiert. Die Stadt versucht diesem Mangel mit der Ausbildung eigener Kräfte entgegen zu wirken und hat laut eigener Aussage die Dauer von Neuanstellungen von der Bewerbung einer interessierten Person bis hin zur Einstellung stark verkürzt. Weiterhin ist die Stadt zurzeit dabei weitere 23 Kitas im Stadtgebiet zu bauen, um den Bedarf nach Plätzen besser gerecht zu werden.

Die schwierige Lage sei aber kein Grund, nicht an der Verbesserung der Qualität zu arbeiten, sondern mache dies besonders wichtig.

Herr Glaremin ging auch auf das nicht Vorhanden sein von „Springern“ ein, die im Bedarfsfall eine besonders betroffene Kita unterstützen können. Hier hat sich die Stadt bewusst gegen diese Art der Betreuung entschieden. Wenn die Bindung zu Kindern eines der höchsten Ziele ist, dann ist das Verstärken von Gruppen eher zielführend als das Einbringen von wechselnden Springern. Auch wenn es in der Praxis nicht immer auffällt, verfolgt die Stadt das Ziel, mehr ErzieherInnen und KinderpflegerInnen in der Einrichtung zu haben, als Menschen zu beschäftigen, die ständig wechseln müssten.

Stellungnahme JAEB Köln

Wir begrüßen es immer, wenn sich Träger um die Qualität in Ihren Einrichtungen bemühen. Weiterhin unterstützen wir den offenen Prozess, wie die Entwicklung von Qualitätszielen für KiTas der Stadt entwickelt wurden. Es ist gut, dass bei der Erstellung auch Eltern und Kinder als Partizipationen des Umfelds Kindertagesstätte mit einbezogen wurden und dies auch weiterhin geschehen soll. Die Möglichkeit des Kommunizierens und Kennenlernen der unterschiedlichen Akteure führt nach unserem Verständnis zu einem besseren Miteinander.

Die Elternräte von Pilot-KiTas, die zu dem Treffen gekommen sind, konnten nur Gutes über die Qualitätsoffensive berichten. So bleibt abzuwarten, wie sich die Einführung in den folgenden Jahren entwickelt und wie stark der Austausch zwischen Träger, Personal, Eltern und Kindern im Verlauf dieser Entwicklung bestehen bleibt.

Arbeitsgruppen (AGs)

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Arbeitsgruppen im JAEB gebildet, zu denen wir interessierte Elternbeiräte – und interessierte Eltern und andere Expert*innen – herzlich einladen mit uns an den Themen zu arbeiten um im Interesse unserer KiTa-Kinder die Situation zu verbessern:

AG-Thema:Kontakt im JAEB (E-Mail folgt):
Kibiz:Maik
Inklusion:Dilek, Mehmet, Stefanie
Gesundheit/Ernährung/Hygiene:Maik, Demet, Pinar, Atilla
Pädagogisches Konzept:Maik
Gewaltprävention:Heike, Demet
Bilingualität: Parissa (evtl.)

Interne Aufgaben:
Vollversammlung & Wahl: Sonja
Öffentlichkeitsarbeit
(Webseite & Newsletter):
Sonja, Conny, Heike, Florian, Stefanie
Social Media: Conny
Veranstaltungen (Infoveranstaltung
für Elternbeiräte)
Conny, Heike, Denise, Dilek

Weitere JEAB-Infos zu AGs, Themen, Antworten auf Fragen („FAQs“) siehe hier.

KiBiz – Reform des Kinderbildungsgesetzes NRW

Leider ist die Reform des Kinderbildungsgesetzes NRW aus Elternsicht eine herbe Enttäuschung. Hier dokumentieren wir:

Große Enttäuschung über die KiBiz-Reform bei den Eltern in NRW

Das Fazit des Landeselternbeirates der Kindertageseinrichtungen NRW zur zweiten Lesung des Kinderbildungsgesetzes ist ernüchternd: Für die Kinder und ihre Familien in NRW wird sich wenig verbessern – vielleicht sogar verschlechtern. Kaum spürbare Qualitätsverbesserungen bei der Betreuung, erhöhte Elternbeiträge in finanzschwachen Kommunen und wenig Aussicht auf ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot, prognostiziert der LEB. Für verfassungsrechtlich mindestens fragwürdig, schätzt der LEB die Tatsache ein, dass weiterhin kein elterliches Mitbestimmungsrecht vorgesehen ist.

Von einem „Gesetz für Eltern“ könne man in keinem Falle sprechen, denn die Landesregierung habe es leider versäumt, die Weichen für tatsächliche Verbesserungen zu stellen. Das zweite beitragsfreie Jahr bedeute natürlich eine Entlastung die Eltern. Wenn diese allerdings, wie in mehreren Kommunen bereits angekündigt, im Gegenzug zwei oder drei Jahre lang höhere Beiträge zahlen müssen, werde damit die von der Landesregierung versprochene „elterlicher Entlastung“ konterkatiert. Insbesondere durch die Beibehaltung der Finanzierung über Kindpauschalen, bliebe es bei dem bestehenden Problem, dass ein bedarfsgerechtes Angebot häufig nicht angeboten werden kann.

„Solange die Pauschalen, abhängig von Gruppenform und Betreuungszeit, bleiben, werden Eltern auch weiterhin ihre Kinder früher als teilweise gewünscht in die Kita geben müssen, gezwungen sein Stundenkontingente zu buchen, die sie nicht benötigen und keine Flexibilisierung erhalten. Selbst eine der wenigen konkreten Verbesserungen im Gesetzesentwurf, der Absenkung der nicht zu überschreitenden Schließtage auf 25, wurde kurz vor Toresschluss zurückgezogen und es wird im Grunde alles beim Alten bleiben.“ meint Irina Prüm, Vorsitzende des LEB.

Als größten Kritikpunkt sieht der LEB allerdings die wenigen Verbesserungen hinsichtlich der Qualität bei der frühkindlichen Bildung, die maßgeblich von einer guten Fachkraft- Kind-Relation abhingen.

Dazu Cara Graafen, stellvertretende Vorsitzende: „Unsere Kinder leiden heute schon unter dem andauernden Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschlimmern wird. Zu große Gruppen und zu wenig Personal verschlechtern die Situation der Kinder und der Beschäftigten. Dass die Fachkraftstunden nicht angehoben wurden, obwohl sich die Anforderungen deutlich erhöht haben, ist uns ebenso unverständlich, wie die Beibehaltung der Gruppenstärken.“

Auch dass das elterliche Mitspracherecht in der Kindertagesbetreuung weiterhin nicht gesichert sei, bemängeln die Elternvertreter stark.

Darius Dunker vom LEB dazu: „Uns erreichen viele Nachrichten, dass Eltern, Elternbeiräte oder Jugendamtselternbeiräte bei Entscheidungen, die die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung betreffen, systematisch übergangen werden. Pflege und Erziehung sind nach der Verfassung in erster Linie Recht und Pflicht der Eltern, weil, wie das Bundesverfassungsgericht formuliert hat, ‚Eltern in aller Regel das Wohl des Kindes mehr am Herzen liegt als irgendeiner anderen Person oder Institution‘. Dass es weiterhin keine verbindlichen Mitbestimmungsrechte gibt, halten wir daher für mehr als fragwürdig. Nur durch echte partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kitateam, Trägern und Jugendämtern können Bildung und Erziehung zum besten Wohl der Kinder gestaltet werden.“

Der Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen in NRW resümiert: Es ist eine große Enttäuschung, dass die Belange der Eltern von ca. 650.000 Kindern so wenig bei der Gesetzgebung berücksichtigt wurden und die dringend notwendigen Verbesserungen nun wieder in weite Ferne gerückt sind.

Der Landeselternbeirat (LEB) ist die in § 9b (künftig § 10) des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) verankerte offizielle Vertretung der Eltern von über 600.000 Kindern an Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen.

Infoveranstaltung: „Elternbeirat – Was nun?“

Du bist jetzt im Elternbeirat der KiTa, weißt aber nicht so recht, was eigentlich deine Aufgaben sind?

Dann komm zur Infoveranstaltung von uns, dem JAEB in Köln, am Dienstag, 14. Januar 2020 um 19.30 Uhr im Kölner Kinder- und Jugendbüro in der Altstadt.

Kostenfreie Informationsveranstaltung für Elternbeiräte aller Kitas in Köln. Austausch rund um die Aufgaben eines Elternbeirats, Netzwerkaufbau und Fragerunde.

Einfach eine E-Mail an Heike.Riedmann@jaeb.koeln schreiben und schon bist du dabei. (Die Plätze sind limitiert und wir bitten um eine frühzeitige Anmeldung.)

„JAEB – Was nun?“

Ich bin neu im Jugendamtselternbeirat! Was sind meine Aufgaben? Was kann ich bewirken?

Zu diesem Thema haben sich am 16. November 2019 neu gewählte Jugendamtselternbeiräte NRWs und „alte Hasen“ aus ganz NRW getroffen, um einen Überblick über die Arbeit des JAEB zu bieten. Vom JAEB Köln waren wir mit 4 Personen vertreten.

Besonders spannend war der Einblick in die rechtlichen Grundlagen der JAEB-Arbeit und ein Vortrag von Susanne Esser (LVR) über die beratende Funktion im Jugendhilfeausschuss. Eine grafische Dokumentarin hat den Tag und die vielen Themen für uns in Kunst verwandelt. Seht selbst!

LEB-NRW-Event "JAEB-was-nun" Infografik
LEB-NRW-Event „JAEB-was-nun“ Infografik

Wir freuen uns über die vielen neuen Kontakte und hoffen auf einen konstruktiven Austausch mit anderen Elternvertretern.

LEB-NRW-Event "JAEB-was-nun" Karte NRW
LEB-NRW-Event „JAEB-was-nun“ Karte NRW
LEB-NRW-Event "JAEB-was-nun" - Heike & Marie-Denise
LEB-NRW-Event „JAEB-was-nun“ – Heike & Marie-Denise

Vollversammlung: Themen (Protokoll) und Fotos

Auf unser Vollversammlung aller Kölner KiTa-Elternbeiräte am 28. Oktober 2019 hat der alte JAEB die Arbeit des letzten Jahres – und die Struktur und Aufgaben des Gremiums generell – dargestellt. Attila Gümüş hat dies frei erzählt. Wer sich die nicht gezeigte Präsentation anschauen möchte, dann das hier tun:

Die auf der Vollversammlung von den unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern genannten Themen findet Ihr hier (unsortiert) – wir als JAEB werden diese im Laufe des Jahres – auch in den Arbeitsgruppen (AGs) – weiter bearbeiten, und Ergebnisse dann zurückmelden.

  • Little Bird (Online-Anmeldesystem)
  • regelmäßige Information
  • Ratten (!)
  • Grünflächenzustand
  • Integrative Kita & Autismus (Erzieher dürfen nichts sagen)
  • Sexuelle Übergriffe / Kinderschutz untereinander
  • Personalmangel / Krankheitstage
  • Datenschutz / darf eine Telefonliste Eltern erstellt werden und aushängen?
  • Essen – sehr unterschiedlich
  • Krankheit (Eltern bringen ihre Kinder krank)
  • Übersetzungen
  • Sprachbarrieren
  • Zwillinge in der Kita getrennt
  • Temperaturen Sommermonate (im Gebäude und Hitzeschutz außen)
  • Datenschutz (Fotos von Kindern geschwärzt)
  • Personalschlüssel
  • Sommerschließzeiten
  • Pädagogische Konzepte
  • Inklusion
  • Essensgeld

Hier nun noch einige Impressionen der gut besuchten Vollversammlung, der „Veedels“(Stadtbezirks-) Gruppen in der Ankunftsphase, der Vorstellung der Arbeit des JAEB durch Attila und sodann die Wahl des JAEB.

Der JAEB 2019/20 stellt sich vor!

Der neu gewählte JAEB hat sich bereits zwei Mal getroffen.

Landesdelegierte für Nordrhein-Westfalen

Wir trafen uns kurzfristig am 4. November 2019, um noch rechtzeitig zwei Delegierte für die Landes-Vollversammlung NRW (die dann später den Landes-Elternbeirat NRW wählt) melden zu können und haben dazu einstimmig gewählt:

  • Özgür Cetin und
  • Maik Schäffer

repräsentieren nun die Kölner KiTa-Elternschaft auf Landesebene.

JAEB-Vorstand 2019/2020

Auf unserem dann folgenden Treffen (18. November 2019) haben wir uns einen fünfköpfigen Vorstand ebenso einstimmig gewählt:

  • Attila Gümüş und
  • Sonja Riedemann

wurden als Vorsitzende wieder gewählt und Stellvertreterinnen sind

  • Constanze Adami (wieder gewählt)
  • Heike Riedmann und
  • Parissa Razmjo Airamloree.

Jugendhilfeausschuss (JHA)

Unseren beratenden Sitz im Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln nimmt weiterhin Attila
Gümüş wahr, Stellvertreterin ist weiterhin Sonja Riedemann, neuer Stellvertreter bzw. Nachrücker Mehmet Karakurt.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und ein erfolgreiches KiTa-Eltern-Jahr 2019/2020.

Unsere ausführlichere Selbstvorstellung (fast vollständig) findet Ihr hier!

Veröffentlicht unter JAEB

Der neue JAEB 2019/20 ist gewählt!

Am 28. Oktober 2019 fand die Vollversammlung der Kölner Kita-Elternbeiräte in Köln-Nippes statt und es wurde ein neuer JAEB gewählt.

14 JAEB-Kandidat*innen auf der VV
14 JAEB-Kandidat*innen auf der VV

Beim Eintreffen haben wir uns nach Stadtbezirken zusammengesetzt und die Zeit vor dem offiziellen Beginn zum Austausch „im Veedel“ genutzt. Die so besprochenen und später dann vorgestellten Haupt- und Problem-Themen waren vielfältig, aber die „Klassiker“ (Erzieher*innenmangel, Qualität der Betreuung, Essen) waren überall dabei. (Wir werden die Themen bearbeiten, darauf zurückkommen und hier berichten.)

Es hat geklappt! Da trotz geringerer Anmeldungen doch Elternvertreter von 104 KiTas anwesend waren, wurde das gesetzliche Quorum (15%) erfüllt! Wir konnten also direkt am Abend vor Ort den JAEB wählen. (Wir konnten es erst gar nicht glauben!) Eine sehr aufwändige und zeitraubende Briefwahl im Nachgang wie in den letzten Jahren konnten wir so vermeiden.

Es haben sich insgesamt 15 Kandidat*innen aus fast allen 9 Kölner Stadtbezirken gemeldet und wurden alle – offen, im Block, und einstimmig – von der Vollversammlung gewählt. Folgende Elternvertreter*innen gehören nun dem JAEB für das KiTa-Jahr 2019/2020 an (im Foto von rechts nach links):

  • Stefanie Menke
  • Mehmet Karakurt
  • Pinar Yildirim
  • Demet Altunlu-Gel
  • Dilek Koyun
  • Özgür Cetin
  • Attila Gümüş
  • Frank Barth
  • Marie-Denise Quick-Dlugosch
  • Heike Riedmann
  • Florian Börjesson
  • Parissa Razmjo Airamlore
  • Maik Schäffer
  • Sonja Riedemann
  • Constanze Adami (leider nicht auf dem Bild, wiedergewählt in Abwesenheit)

Für die Teilnahme an und aktive Mitwirkung auf der Vollversammlung und für das von Euch entgegengebrachte Interesse und Vertrauen möchten wir danken und freuen uns auf ein aktives KiTA Jahr 2019/20.

Vollversammlung 28. Oktober 2019 – Einladung

Wir laden alle gewählten Elternvertreter*innen der Kindertageseinrichtungen ein
zu einer Vollversammlung und Wahl des neuen JAEB 2019/2020!

Einladung (Volltext) hier lesen

In Köln wird einmal jährlich auf einer Vollversammlung auch eine Elternvertretung für die Ebene der Stadt Köln gewählt, genannt „Jugendamtselternbeirat“ Köln (im Folgenden JAEB Köln). Mehr Infos zum JAEB findet sich hier: JAEB Köln: Wer sind wir

Die Vollversammlung wird am Montag 28. Oktober 2019 um 20 Uhr in der Aula der Edith-Stein-Realschule (Niehler Kirchweg 120, 50733 Köln) in Köln-Nippes stattfinden.

Wir wünschen uns, dass möglichst jeder Bezirk und alle KiTa-Träger bei der Vollversammlung und im JAEB Köln vertreten sind. Wir begrüßen alle Interessierten und engagierten Eltern und freuen uns über jedes neue Mitglied im JAEB!

Beste Grüße, Attila Gümüs & Sonja Riedemann (Vorsitzende JAEB Köln)

PS: Um als Elternbeirat vom JAEB weitere Informationen zu erhalten, bitte unbedingt hier in den E-Mail-Verteiler eintragen (Newsletter-Tool), Danke! (Wir haben leider noch keinen „offiziellen“ Verteiler.)