„Elternbeirat – was nun?“ (Zoom) Infoveranstaltung 8. Oktober 2020

Vielleicht wurde in Eurer Einrichtung schon gewählt und ihr seid ganz neu im Amt? Oder ihr seid „alte Hasen“ und auf der Suche nach Austausch zu anderen ElternvertreterInnen?

Wir starten das neue KiTa-Jahr mit einer virtuellen Info-Veranstaltung am 08. Oktober 2020 um 20:00 Uhr (als Zoom-Videokonferenz, Link demnächst hier auf der Webseite).

Die letzten Monate haben uns als Eltern und Elternvertretungen einiges abverlangt. Auch die KiTas selbst standen vor großen Herausforderungen. Schließlich mussten wir uns alle erst auf die veränderte Situation wegen Corona einstellen. Einige Einrichtungen haben tolle Beispiele entwickelt, um auch in Pandemiezeiten verlässliche Partner für Kinder und Eltern zu sein. In anderen Einrichtungen war der Kontakt jedoch eher wenig. 

Ihr als gewählte ElternvertreterInnen wart unterschiedlich in diesen Prozess eingebunden. Wir JAEB – als Elternvertretung für ganz Köln – möchten uns sehr gerne mit Euch darüber austauschen. Was war Eurer Meinung nach gut? Wo gibt es Verbesserungspotential? Wie findet bei Euch der neue KiTa-Alltag statt?

Vielleicht habt ihr es mitbekommen? Seit 01. August 2020 ist das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in Kraft getreten. Hierzu würden wir euch gerne die wichtigsten Paragraphen für Elternvertretungen in den KiTas vorstellen.

Und last, but not least: Wir sind immer auf der Suche nach motivierten ElternvertreterInnen, die sich gerne auf der Stadtebene Köln engagieren wollen. An diesem Abend möchten wir Euch die Chance geben, Euch vorzustellen. Wenn Ihr Euch gerne als JAEB-Kandidat*in aufstellen lassen möchtet, meldet Euch. Das ist natürlich auch spontan möglich.

Wir freuen uns über viel Beteiligung und einen konstruktiven Austausch.

Euer JAEB Köln

PS: Datum bitte vormerken: (Online-)Vollversammlung aller Elternbeiräte in Köln am Donnerstag 22. Oktober um 20 Uhr ebenfalls online über Zoom.

Elternvertretung in Gruppe, KiTa, Stadt Köln, NRW & Bund (Stufen) (FAQ)

Hier eine schöne Bildergalerie, in welchen Stufen sich die Elternvertretung von der KiTa-Gruppe bis zur Bundesebene entwickelt, wie die Gremien heißen, und wer diese wählt:

Elternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTaElternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTa
Elternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTa
Elternvertretung in Köln: die Vollversammlung aller Elternbeiräte wählt den Kölner JAEB
Elternvertretung in Köln: die Vollversammlung aller Elternbeiräte wählt den Kölner JAEB

http://www.jaeb.koeln/

Elternvertretung in NRW: die Vollversammlung aller JAEBs wählt den LEB NRW
Elternvertretung in NRW: die Vollversammlung aller JAEBs wählt den LEB NRW

https://www.lebnrw.de/

Elternvertreter*innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet
Elternvertreter*innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet

https://www.bevki.de/

Weitere Infos: Neues KiBiz (KiTa-Gesetz) in Kraft

KiTa-Elternbeirat: Aufgaben und Rechte & Gremien-Überblick (FAQ)

Läuft die Wahl von Elternvertreter*innen in den KiTas schon auf vollen Touren? Haben „trotz Corona“ genügend Eltern kandidiert? Papier-Briefwahl, Online-Voting in einer Videokonferenz oder echte Vollversammlung mit Abstand und Maske? Wie auch immer: wir hoffen es läuft gut. Wir hören, dass auch schon erste Elternbeiräte gewählt sind: herzlichen Glückwunsch an die Gewählten! Die Wahl kann noch / muss bis zum 10. Oktober erfolgen (§ 10 Abs. 2 KiBiz NRW).

Information „Elternbeirat – was nun?“ (Aufgaben und Rechte)

Für alle Elternbeiräte werden wir auch in diesem Jahr wieder eine Information zu den Aufgaben und Rechten der Elternbeiräte in den KiTas anbieten. Wir arbeiten gerade am Termin (einer Videokonferenz über Zoom) und an der Anpassung aufgrund der neuen Gesetzeslage seit 1. August 2020. Wer aber schonmal (unter Vorbehalt) in die Infos vom letzten Jahr reinschauen möchte, findet die Info hier (Rückblick Veranstaltung „Elternbeirat – was nun?“ am 14. Januar 2020) oder Download:

Überblick über die Gremien:

Laut Gesetz werden in jeder Kindertageseinrichtung zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Trägern die (1.) Elternversammlung, der (2.) Elternbeirat und der (3.) Rat der Kindertageseinrichtung gebildet.

Dazu gibt es viele praktische „Traditionen“ in den KiTas, die langjährig gut funktionieren. Es können aber auch Regelungen und „Geschäftsordnungen (GO)“ schriftlich festgelegt werden, und zwar vom Träger im Einvernehmen mit den Eltern, also immer nur im Konsens, ob nun „Fortführung der Tradition“ oder eine neue GO.

  1. Die Elternversammlung (EV) sind alle Eltern der KiTa (also dem Wortlaut nach eine echte „Eltern-Vollversammlung“ der ganzen KiTa), sie soll mindestens einmal im KiTa-Jahr (bis 10. Oktober) einberufen werden. Aber gerne auch unterjährig öfter und besonders dann, wenn mind. 1/3 aller Eltern oder (mit Begründung) der Elternbeirat es verlangt. Der Träger hat einzuberufen, aber rein theoretisch könnten sich die Eltern auch selbst treffen…
    Das Gesetz legt Aufgaben der EV fest: „In der Elternversammlung informiert der Träger über personelle Veränderungen sowie pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie die angebotenen Öffnungs- und Betreuungszeiten.“ und „Die Elternversammlung soll auch für Angebote zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungskompetenz der Eltern genutzt werden.“ – also z.B. Vorträge zu pädagogischen Themen, Erziehungstipps.
    Ganz wichtig: „Zu den Aufgaben der Elternversammlung gehört die Wahl der Mitglieder des Elternbeirates.“ Dazu sollte dann z.B. der bisherige Elternbeirat über seine Arbeit informieren (und dafür evtl. auch Dank, Applaus oder sogar ein Blümchen erhalten?) und die neuen Kandidat*innen sich vorstellen.
    Ob die „große EV“ dann auch in großer Runde den Elternbeirat wählt, oder sich für die Wahl in mehrere (die KiTa-)Gruppen aufteilt, oder die Wahl sogar an einem anderen Termin stattfindet – das alles ist Sache der Geschäftsordnung. In vielen KiTas wird (nach einer allg. Information und einem pädagogischen Tagesordnungspunkt in großer Runde) dann oftmals in den einzelnen KiTa-Gruppen eine Gruppen-Elternvertretung gewählt, die zusammen den Elternbeirat der Einrichtung ergeben. Die Elternversammlung ist in § 10 Abs. 2 KiBiz NRW geregelt.
    .
  2. Der Elternbeirat (EB) vertritt die Interessen der Elternschaft des aktuellen Kindergartenjahres gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung.“ und hat verschiedene Rechte (in § 10 Abs. 3 und Abs. 4 und Abs. 5 KiBiz NRW). Der Elternbeirat besteht nur aus Eltern, dieses Gremium trifft sich wann, wo und so oft der EB möchte. (Praktisch ist immer auch ein Email-Verteiler oder SMS oder Messenger-Chatgruppe für schnelle Infos.)
    Werden, wie in den meisten KiTas, 2 oder 3 Eltern als Elternvertretung der Gruppe gewählt, bilden erst alle diese zusammen den „Elternbeirat der KiTa“. Dieser trifft sich und wählt am besten einen Elternbeirats-Vorsitz und Stellvertretung (als Ansprechpartner*innen für die ganze KiTa, Leitung, Träger und uns als JAEB Köln).
    Oft laden die KiTa-Leitungen zum „ersten Elternbeirats-Treffen“ ein. Das ist ein sehr netter Service, und genügt auch häufig. Das ist dann aber immer direkt schon ein „Treffen von Leitung mit dem Elternbeirat“, und nicht „der Elternbeirat“. Wo es keinen Bedarf gibt, sich als EB vorher in Ruhe kennen zu lernen oder sich allein unter Eltern auszutauschen, da mag das auch einfach ausreichen. Solche regelmäßigen Treffen der Leitung mit dem Elternbeirat sind sehr nützlich für den KiTa-Alltag und finden meist alle paar Wochen statt, ganz anders als der nun folgende 3.:
    .
  3. Der „ganz große“ Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich und besteht aus Vertreter*innen aller 3 Gruppen:
    a) Vertreter*innen des Träger (oftmals „nur“ Leitung & Stv., aber ggf. auch Fachberatungen, Geschäftsführer*innen, Pfarrer…),
    b) Vertreter*innen des Personals (Anzahl je nach Geschäftsordnung) und
    c) Vertreter*innen des Elternbeirates (also nicht automatisch alle EB-Mitglieder, Anzahl kann in der Geschäftsordnung frei vereinbart werden).
    Aufgaben sind insbesondere die Beratung der Grundsätze der Erziehungs- und Bildungsarbeit, die räumliche, sachliche und personelle Ausstattung sowie die Vereinbarung von Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung.“ (Geregelt ist der Rat der KiTa in § 10 Abs. 5 KiBiz.)

Mehr zu den Aufgaben und Rechten des Elternbeirats wie angekündigt demnächst auf der Info-Veranstaltung oder in der Präsentation / Datei siehe oben!

PS: Um als neuer Elternbeirat vom JAEB weitere Informationen zu erhalten, bitte unbedingt hier in den E-Mail-Verteiler eintragen (Newsletter-Tool), Danke!

Update: Noch Plätze frei: Vortrag Ernährung & Gesundheit (Do 4. Juli 2019)

Danke für die zahlreichen Anmeldungen bislang! Es sind noch Plätze frei, die wir nun ohne Anmeldefrist in der Reihenfolge weiterer Meldungen vergeben.

Wir freuen uns auf weitere interessierte Kita-Eltern und Elternvertreter*innen!!

Anmeldungen gerne per Email einfach an: jaebkoeln@mail.de oder constanze.adami@jaeb.koeln

Leitet gerne diesen Aushang per Email weiter bzw. hängt ihn in der KiTa aus:

WANN? Donnerstag 4. Juli 2019 Beginn 19.30 Uhr

WO? im neuen Kölner Kinder- und Jugendbüro Adresse: Alter Markt 62-64, 50667 Köln (Altstadt)

Gerne möchten wir gemeinsam mit Euch ein Netzwerk aufbauen, um Erfahrungen austauschen und uns gemeinsam für Kölner KiTa-Kinder stark zu machen. Auf unserem Treffen geht es vor allem um diese Punkte:

  • Fachvortrag rund um das Thema Ernährung und Gesundheit in der Kita durch Frau Sabine Lacour (Diplom Oecotrophologin, Pharmazeutisch-technische Assistentin)
  • Kennenlernen und Dialog

Bitte beachtet, dass das Kinder- und Jugendbüro nur über eine limitierte Anzahl an Plätzen verfügt – wir vergeben die Plätze nach Eingang der Anmeldungen.

PS: Wir möchten von dieser öffentlichen Veranstaltung gerne Video- und Fotomaterial anfertigen und dieses z.B. für unseren Newsletter, die JAEB-Website, ggf. Facebook oder andere PR verwenden. Solltet Ihr nicht einverstanden sein und möchtet nicht abgebildet werden, meldet euch bitte bei Beginn.

Mediensucht bei KiTa-Kindern: „Smart Kids“-Programm (FAQ)

Wir weisen gerne auf das neue Programm unter dem Dach der Drogenhilfe Köln hin, und streben eine Info-Verstaltung für Elternbeiräte mit der zuständigen Projektleiterin Frau Alessa Schevardo an:

Smart Kids ist ein primärpräventives Programm gegen Mediensucht im Kindergartenbereich. Ziel ist es, Kindergartenkindern ein gesundes Aufwachsen im digitalen Zeitalter zu ermöglichen, in dem zum Einen die Fachkräfte in der Kindertagespflege geschult und informiert werden, und zum Anderen das Bewusstsein der Eltern in Bezug auf gesundheitliche Schäden durch intensives „Medien-Parken“ im Kleinkindalter geweckt wird.
Betrachtet man einige der bereits existierenden Medienprojekte im Setting Kindergarten, so wird schnell deutlich, dass diese tendenziell ein Mehr an Bildschirmnutzung postulieren und beispielsweise einen begleitenden Einsatz von Tablets mit entsprechender Lernsoftware in den Kindergärten empfehlen.
Dem gegenüber mangelt es an fundierten Konzepten, die eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung der Kinder zum Ziel haben, um krankhaft exzessive Verhaltensweisen in Bezug auf Bildschirmmedien im späteren Entwicklungsverlauf zu vermeiden.
Hier setzt das Projekt Smart Kids konkret an und entwickelt ein bedarfs- und zielgruppengerechtes Programm für Eltern und Erzieherinnen und Erzieher. Es leistet einen innovativen, praxisnahen und nachhaltigen Beitrag zur Förderung einer gesunden Entwicklung von Kindern im Zeitalter der Digitalisierung und stärkt Eltern und Fachkräfte in ihrer Erziehungskompetenz.


13. Mai – Tag der Kinderbetreuung

Tag der Kinderbetreuung

Einfach mal DANKE sagen! Der JAEB findet die Idee klasse und würde sich freuen, wenn viele Elternbeiräte in Köln in ihrer Kita die Initiative ergreifen und eine Aktion für die Erzieherinnen und Erzieher umsetzen.

Weiterführende Informationen und Anregungen findet ihr auf der Website: https://www.rund-um-kita.de/tag-der-kinderbetreuung/

Einladung Event „Elternwelten – Kinderwelten“ (2. Mai 2019)

Immer häufiger und immer weiter driften die Kommunikationswelten zwischen Kindern/Jugendlichen und Erziehungsberechtigten auseinander. Die Selbstverständlichkeit und Unbedarftheit mit der Kinder und Jugendliche sich in der digitalen Welt bewegen stellt Eltern und Erziehungsberechtigte oft vor Fragen eines sicheren und gesunden Umgang mit dem Smartphone. Wann: Donnerstag 2. Mai 2019 von 19:00 bis 21:00 Uhr Wo: Jugendbüro, Alter Markt 62-64 (Die Veranstaltung findet in den neuen Räumlichkeiten des kooperativen Kinder- und Jugendbüros statt. Auf diesem Wege haben Sie bei einer Teilnahme die Gelegenheit diesen neuen Jugendstandort kennenzulernen.)

Broschüre „Kinder entdecken ihren Körper – Sexualentwicklung und Sexualerziehung“ (FAQ)

„Kinder entdecken ihren Körper – Sexualentwicklung und Sexualerziehung“

Kinder entdecken die „kleinen Unterschiede“ zwischen Mädchen und Jungen ganz natürlich. Was wir Erwachsenen mit „Sexualität“ verbinden entspricht in der Regel nicht dem was Kinder mit diesem Thema verbinden. Es gehört zur kindlichen Entwicklung dazu, die Unterschiede selbst zu erforschen und ihren eigenen Körper zu erkunden. Wichtig ist dabei, dass Kinder darin liebevoll und einfühlsam begleitet werden, um keine „falschen Schamgefühle“ zu verursachen.

Die Broschüre (leider nur noch als Download verfügbar) bietet einen guten Überblick über die kindliche Entwicklung im Allgemeinen. Zum Thema „Doktorspiele“ enthält sie folgende Information:

  • „Mit etwa drei bis vier Jahren beginnen Kinder, sich meist brennend dafür zu interessieren, wie Babys entstehen und zur Welt kommen. Gleichzeitig wächst das Interesse am eigenen Körper und dem der anderen, was häufig seinen Niederschlag in sogenannten Doktorspielen findet. Bei dieser neugierigen Erforschung des „kleinen Unterschieds“ möchten Kinder gern unter sich sein. Sie ziehen sich mit ihren Spielkameraden ins Kinderzimmer oder in eine uneinsehbare Ecke des Gartens zurück. Diesen Wunsch der Kinder nach Intimität sollten Sie respektieren, auch wenn es vielleicht nicht immer leicht fällt.
  • Eingreifen sollten Sie aber, wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Kind dieses spielerische Erforschen nicht möchte, dies aber nicht sagen und gegenüber den anderen Kindern durchsetzen kann. Außerdem sollten Sie mit ihrem Kind darüber sprechen, dass bei solchen Spielen immer nur das stattfinden darf, womit alle Beteiligten einverstanden sind, und dass jedes Kind „nein“ sagen darf, wenn es nicht (mehr) mag.“ (Vgl. Unsere Kinder, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.), Auflage 4.220.11.11, November 2011)

Sexuelle Übergriffe sind immer furchtbar – allerdings empfehlen wir deshalb nicht jedes „normale“ Doktorspiel zu verteufeln…

Kitas sollten die natürliche psychosexuelle Entwicklung der Kinder im Blick behalten und berücksichtigen, dazu gehört natürlich auch, die Kinder in diesen Situationen angemessen (ggf. auch mit dem notwendigen Intimitätswunsch der Kinder) zu begleiten und dennoch darauf zu achten, dass die individuellen Grenzen der Kinder beachtet werden.

Krankheiten & KiTa (FAQ)

Winterzeit = kranke Kinder.

Wie gehen die KiTas mit der Infektsaison um?

Wann ist ein Kind zu krank für die KiTa? Wie lange muss ein Kind zu Hause bleiben, bis es wieder so gesund ist, dass es wieder am Kindergartenalltag teilnehmen und auch keine anderen Kinder mehr anstecken kann? Brauche ich für die KiTa eine Gesundschreibung vom Arzt? Wir haben für Euch ein paar interessante Links zusammengestellt:

Zudem gibt es einige KiTas, die Regelungen für die Eltern bereitstellen, in denen klar beschrieben ist, wie im Krankheitsfall vorgegangen wird.

Falls dies bei euch nicht umgesetzt wird, könnte dies eine gute Anregung für eure KiTa sein, da klare Vorgaben helfen werden, im Krankheitsfall richtig zu reagieren.

Tipps für Gehaltsfortzahlung im Kind-Krank-Fall:

In vielen Arbeitsverträgen ist § 616 BGB gerade nicht ausgeschlossen, also gilt die normale Regelung: Arbeitnehmer/innen haben Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit für die Beaufsichtigung kranker Kinder. Das Gehalt muss also einfach weiterlaufen. Das gilt aber nur bis zu einer jährlichen Höchstdauer, die teilweise unterschiedlich geregelt ist, aber meist 5-10 Tage pro Kind (aber max. 25 Tage insgesamt pro Jahr – für diejenigen mit mehr als 2 Kindern).

Wenn diese Entgeltfortzahlung wirklich im Vertrag (oder Tarifvertrag) ausgeschlossen ist (und nicht bloß behauptet wird – bei ungeübten Arbeitgebers auch einfach aus Unkenntnis) besteht dann aber ein Anspruch auf Kinder-Krankengeld nach § 45 SGB V, auch bis zu einer Höchstdauer. Krankengeld ist in der Höhe (wie bei eigener Erkrankung nach 6 Wochen) und etwa „70% vom Netto“, also immerhin.

In beiden Fällen wird eine ärztliche Bescheinigung (Kind-Krank-Attest, früher auch „blauer Schein“) benötigt. Teilweise sind moderne Arbeitgeber aber auch kulant, auf das Attest zu verzichten: oft sind Kinder nach 1-2 Tagen wieder fit, und Gesundschlafen und Ruhe hilft bekanntlich mehr als durch die halbe Stadt zu hetzen und im Wartezimmer zu sitzen, nur um den „Schein“ zu bekommen. Frage an Euch Kölner Eltern: sind Eure Arbeitgeber kulant – oder benötigt Ihr immer einen „Kinder-Krankenschein“?

vgl. auch insgesamt: https://www.ksta.de/ratgeber/finanzen/karriere/attest–krankengeld-kind-krank—was-arbeitnehmer-wissen-muessen-23480636

Magen-Darm-Virus:

Bestimmte „schwere“ Krankheiten sind gesetzlich im Infektionsschutzgesetz geregelt. Dazu gehört im KiTa-Alter auch „Magen-Darm-Infektionen“ (also Durchfall oder Erbrechen). Auch Eltern sind gesetzlich verpflichtet, solche Magen-Darm-Erkrankungen selbst der KiTa zu melden! 

„§ 34 Abs.1 Satz 3 bestimmt, dass Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben und an infektiöser Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind, die Gemeinschaftseinrichtung nicht besuchen dürfen, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Erkrankung nicht mehr zu befürchten ist.“ https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__34.html

Kinder können nach dem Infektionsschutzgesetz vom Besuch der Kita ausgeschlossen werden, sogar wenn nur der Verdacht auf bestimmte Krankheiten (und darunter fällt der sog. Magen-Darm-Virus als „infektiöse Gastroenteritis“ bei Kindern unter 6) besteht.

  • Tipp: Sollte ein unberechtigter Verdacht bestehen, hilft eine „Gesundschreibung“ (Attest) vom Kinderarzt, der bestätigt, dass das Kind frei von diesem Infekt ist

Jede KiTa bzw. Träger handhabt es anders, wie die „Wiederzulassung“ (zur KiTa nach dem Ausschluss) geregelt wird. Einige verlangen nur 24 Std. Symptomfreiheit, andere 48 Stunden, manche sogar eine „Gesundschreibung“ (Attest) vom Kinderarzt.

  • Tipp: rechtzeitig informieren, was benötigt wird, nicht dass Eltern sonst mit (wieder gesundem) Kind an der KiTa abgewiesen werden, nur weil z.B. das Attest fehlt!

Nach dem Gesetzestext scheint immer ein ärztliches Attest erforderlich (?), bei anderen Erkrankungen ist aber das „Abklingen der Symptome“ ausreichend. Wir haben auch in der Praxis und auch von anderen Eltern noch nie von massenhaften „ärztlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen“ gehört. Frage an Euch Kölner Eltern: Wie handhaben Eure Kitas das? Welche KiTa verlangt ein Gesundheits-Attest? http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Wiederzulassung/Mbl_Wiederzulassung_schule.html?nn=2374512#Sprung22

Bakterielle Enteritiden z.B. durch Salmonellen, Campylobacter, Yersinia enterocolitica
[…]
3 Zulassung nach Krankheit

Nach Abklingen des Durchfalls (geformter Stuhl). Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich.

Virale Gastroenteritiden 
[…]
3 Zulassung nach Krankheit
Nach Abklingen des Durchfalls (geformter Stuhl) bzw. des Erbrechens (gerade Noroviren werden mit Erbrochenem ausgeschieden und über Aerosole übertragen). Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich.

Verkehr kinderfreundlich

Köln präsentiert sich als kinderfreundliche Kommune, bei der kinderfreundlichen Ausgestaltung des Verkehrs besteht aber noch deutlicher Verbesserungsbedarf.

Aktuelle Stellungnahme zum Urteil „Dieselfahrverbot“ vom 8. November 2018:

Der Jugendamtselternbeirat Köln (JAEB Köln) begrüßt das Urteil im Fall der DUH gegen die Stadt Köln.

In der Diskussion um saubere Luft in den Städten wurde in der Vergangenheit viel zu wenig beleuchtet, das die Einhaltung der Grenzwerte auch insbesondere ein Schutz der Schwächsten darstellt, neben alten Menschen, Erkrankten eben auch der Kinder der Stadt.

Leider hat die Stadt Köln es bisher versäumt dieser Verpflichtung nachzukommen, was von uns im Jugendhilfeausschuss auch deutlich bemängelt wurde. Leider musste erst diese Klage die Stadt zum Handeln zwingen.

Wir verlangen von der Stadt Köln neben den Maßnahmen zur Reduktion von Abgasen auch eine Reduktion der Gefahren im Umfeld von Spielplätzen, Kitas und Schulen.
Dazu gehört eine Geschwindigkeitsbeschränkung und eine wirksame Kontrolle.
Auch die Beseitigung von Gefahrenstellen muss priorisiert werden.

Wichtig ist uns daher, dass die Rechte von Kindern im Kölner Verkehrskonzept zum Tragen kommen, damit die Stadt sich wirklich kinderfreundliche Kommune nennen kann.

Geschenke an Erzieher*innen (FAQ)

Wie ist das – dürfen Eltern oder der Elternbeirat den Erzieher*innen Geschenke machen (z.B. zu Weihnachten)? Und wenn ja, wer und wie genau, gibt es eine Höchstgrenze?

Es ist in der Praxis offenbar sehr unterschiedlich:

  • es schenken Kolleginnen, einzelne Eltern, die Eltern der Gruppe oder „der Elternbeirat“
  • an einzelne oder an die Gruppe aller Erzieherinnen gemeinsam
  • und zwar Blumen, Gebasteltes, Schokolade, merci, Kaffee, Süßigkeiten, Gutscheine oder Geld
  • zu Geburtstagen, Weihnachten, Hochzeiten, Geburten und Abschieden.

Geregelt ist die Frage der „Erlaubnis der Annahme“ bei den KiTas bzw. Trägern unterschiedlich, siehe unten.

Streng juristisch ist die Annahme von Geschenken für Mitarbeiter z.B. der kölnkitas und der Stadt Köln (siehe die Richtlinie – Link folgt) streng verboten. Da steht aber auch etwas von „stillschweigend genehmigten“ Dingen und auch der besonderen Verantwortung der Vorgesetzten… auch wenn das natürlich vom Wortlaut nicht passt haben wir mitbekommen, dass in vielen KiTas eine „kölsche Lösung“ gefunden wird, dass z.B. bei (kleinen) Weihnachtsgeschenken die Leitung beide Augen zudrückt.
Am häufigsten ist es auch nur so, dass „alle Eltern der Gruppe gemeinsam“ etwas schenken und dies v.a. erst einmal etwas selbst Gemaltes / Gebasteltes von den Kindern ist….. oder Erinnerungs-Fotos (naja aber dann ist manchmal doch noch ein kleiner Gutschein fürs Café/Restaurant gegenüber der KiTa dabei, so dass das Erzieherinnenteam einmal gemeinsam essen gehen kann).

(Anders als z.B. im Bauamt oder anderen Genehmigungsbehörden sind „Korruptionsprobleme“ bei Erzieherinnen auch nicht wirklich offensichtlich, und wenn Geschenke nicht von einzelnen Eltern kommen, ist auch wenig Potential für Bestechung erkennbar… aber wenn es verboten ist, ist es natürlich verboten, basta.)

In den u.g. Zitaten hat uns aber schon verwundert, dass offenbar auch einzelne Eltern an einzelne Erzieherinnen direkt Geld schenken… das finden wir (ganz persönlich) dann schon etwas befremdlich.

Wenn alle Eltern Geld einsammeln, ist es unsere Erfahrung nach hilfreich, keinen festen Wert, sondern eine Spanne anzugeben (also nicht „jeder 2 EUR“, sondern „ein freiwilliger Beitrag von 0 bis 5 EUR“) und „anonym“ einzusammeln. Von dem, was zusammenkommt, kann das Geschenk besorgt werden. Bedenkt bitte, dass für einige Eltern auch 2,– viel Geld sein können und jede Erklärungsnot mega-peinlich ist. (Wenn wir schon niedrige KiTa-Gebühren fordern, sollten wir nicht selbst einkommensunabhängige Zusatzkosten einführen!) Andere, denen es nicht weh tut, geben vielleicht gerne etwas mehr. Und wenn wirklich nur eine kleine Summe zusammenkommt, wird es eben nur ein kleines Geschenk, letztlich zählt doch die damit verbundene Geste.

Ich hoffe, unser Überblick hilft allen weiter, eine für die jeweilige KiTa passende Lösung zu finden… hier unsere gesammelten „Zitate“ als Meinungsbild:

~~~

arbeitsrechtlich ist es seitens der Stadt Köln gegenüber den Erzieherinnen verboten und nicht gestattet Geschenke von Eltern annehmen zu lassen.
Die Höhe des Betrages spielt hierbei absolut keine Rolle, und ist in deren Arbeitsverträgen fest verankert.
Das bezieht sich auf Erzieherinnen der Stadt Köln.
Hier sind die Richtlinien von der Stadt Köln für Mitarbeiter zum Nachlesen (Anhang – Link folgt)
Und unsere Kita nimmt definitiv aufgrund dieser Regelung nichts an.
Ich finde es schade, dass es auch für kleine Aufmerksamkeiten gilt.

~~~

ich kenne die Regel keine Gegenstände, die teurer sind als 7€ pro Erzieher.

Wenn man was persönliches bastelt oder eine Fotocollage macht (z. B. beim Abschied) ist mir keine Regel bekannt.

Ich schenke jedes Jahr „merci“ und eine Karte. Habe noch nie Ärger bekommen.

Wir sind eine städtische kita.

~~~

Bei uns hat der EB immer von selbst was zu Weihnachten gekauft und ist dann ewig dem Geld hinterhergelaufen.
Das hab ich abgeschafft (kein Handeln ohne Auftrag).
Eltern schenken individuell Kaffee, Süßigkeiten, Blumen. Eine Mutter will beobachtet haben, dass jemand Geld drangeklebt hat…
KiTa-Leiterin (kath.) sagte, sie dürfen eigentlich gar nichts annehmen.

Das mit den 25 Euro kenne ich aus dem öff. Dienst: Anti-Korruptions-Irgendwas.

~~~

Hallo zusammen,
wir dürfen schenken :-).
Zu Weihnachten bekommen alle Erzieherinnen ein gemeinsames Geschenk von den Eltern/Kindern (meist einen Gutschein vom Restaurant vor Ort, den sie gemeinsam einlösen können.

Zum Geburtstag gibts eine Karte, die wir zusammen mit den Kindern machen.
„Einzelne“ Geschenke gibts nur bei Abschied/Hochzeit/Baby.

~~~

bei uns wird es genauso gehandhabt.
Meist werden aber Blumensträuße verschenkt und da sagt keiner was.

~~~

Hallo zusammen,

wir sammeln als Elternrat für die Geburtstage der Erzieherinnen sowie Weihnachten jeweils 2€ pro Kind ein. Weihnachten basteln wir dann etwas und legen Süßes dazu. Allerdings sind wir ein kirchlicher Kindergarten.

~~~

Köln Kitas hat letztes Jahr ein offizielles Schreiben raus gegeben, dass ein Beschenkung des Personals verboten ist. In jeglicher Form, es soll niemand bevorzugt oder benachteiligt werden.
Als […besondere Familienumstände…], sind wir das umgangen. Aber nicht weiter sagen…
Bei der Verabschiedung einer Kollegin, die in Rente ging, gab es viele Geschenke, jedoch alles vom Kollegium.

~~~

„Little Bird“ gestartet

Alle Eltern müssen sich ab jetzt über Little Bird für einen Kitaplatz registrieren und ihr Kind anmelden (auch, wenn dies schon über das andere Programm erledigt wurde)!

  • https://portal-koeln.little-bird.de/
  • https://www.stadt-koeln.de/service/onlinedienste/support-portal-kindergartenplaetze/index.html
  • http://www.ksta.de/koeln/hilfe-bei-kita-platz-suche-stadt-koeln-startet-online-portal–little-bird–27980432 (Beitrag vom 17.07.2017) 

Augustlücke: Betreuungsübergang Kita – Schule/OGTS (FAQ)

KiTa-Betreuung im August (nach 31. Juli)

In jedem Sommer stehen einige Eltern der angehenden Schulkinder vor dem Problem einer durchgängigen Betreuung ihrer Kinder.

Zurzeit haben die Träger unterschiedliche Verträge mit den Eltern abgeschlossen, mit dem Ergebnis, dass die Kinder, zum Teil erst 5 Jahre alt, die Tageseinrichtung zum 31.7. des Einschulungsjahres verlassen müssen. Da die Einschulungstermine in NRW aber zum Teil erst im August/September liegen, ergibt sich für die arbeitenden Eltern eine Betreuungslücke von bis zu 6 Wochen.

  • Bei den städtischen KiTas können alle Kinder über den 31.7. hinaus bis zum ersten Schultag betreut werden. Die Fachberatungen sind darüber informiert.
  • Die anderen Träger handhaben es teilweise anders. Sie berufen sich darauf, dass die unten aufgeführte Regelung des Rates nicht für sie gilt. Damit entziehen sie sich aber der Verantwortung für die Lösung eines immer wiederkehrenden Problems.

In der Verantwortung ist gem. § 24 SGB VIII das Jugendamt bis zum Schuleintritt eine Betreuung in Kindertageseinrichtungen vorzuhalten. Gem. § 5 Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiZ) ist den Jugendämter auch eine Betreuung in den Schulen möglich. Sind die Einrichtungen in den Ferien geschlossen und ist den Erziehungsberechtigen eine Betreuung nicht möglich, hat das Jugendamt nach § 22a SGB VIII eine anderweite Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen.

Aus unserer Sicht ist der weitere Besuch der Kinder in der Kita aus pädagogischen Gründen einer Eingewöhnung in die OGS in den Ferien vorzuziehen.

Wenn möglich, sollte dem Kind aber auch eine Auszeit zwischen Kitabesuch und Einschulung ermöglicht werden.

Elternbeiträge bei KiTa-Betreuung im August (nach 31. Juli)

In Köln ist die Beitragszahlung wie folgt geregelt:

  • Die beitragsfreie Zeit für Vorschulkinder endet bereits zum 31. Juli (Ende des KiTa-Jahres)
  • Für den August wäre daher wieder „normal“ zu bezahlen (allerdings auch einschließlich aller Geschwisterregelungen wie immer: nur für das „teuerste Kind“ ist zu zahlen, die „günstigeren“ Geschwister sind dann „mit drin“ (vgl. § 8 Absatz (1) der Satzung Stand Juli 2016).
  • Wer für die Grundschulzeit einen OGTS-Betreuungsplatz bekommen wird, wird diesen vermutlich bereits zum formalen Schuljahresstart (also zum 1. August) abschließen müssen. Dann hätte mal also während des August 2019 für dieses eine Kind aber zwei Verträge gleichzeitig!
  • ABER: Das ist nicht schlimm oder teuer, sondern sogar günstiger: Es steht in der Beitragssatzung (Stand Juli 2016) der Stadt Köln, dass dann nur der OGTS-Beitrag zu bezahlen ist:

§ 3, Absatz (4):
„Stehen einem Kind mehrere Betreuungsangebote zur Verfügung, so ist für jedes davon ein Elternbeitrag zu erheben, unabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme. Sofern Kinder ab Beginn der Schulpflicht gleichzeitig in einer Kindertageseinrichtung bzw. in Kindertagespflege und der OGTS angemeldet sind, wird lediglich der Beitrag für die Betreuung in der OGTS erhoben.“


Regelung 2012 (Ratsbeschluss) http://wp.kita-klaaf.de/wp-content/uploads/2011/12/2813_2011_Mitteilung_Beantwortung_Rat.pdf

Anlässlich der Jugendhilfeausschussesssitzung am 9. Mai 2017 haben wir explizit nochmal nachgefragt, ob die Regelung weiterhin Bestand hat.
Dies wurde uns bestätigt, siehe Auszug aus dem Protokoll der Sitzung 

Auszug aus dem Protokoll des Jugendhilfeausschusses der Stadt Köln vom 09.05. 2017

S.39

7.2.2

Herr Gümüs berichtet von einem Betreuungsträger, der die Auffassung vertrete, dass die Betreuungszeit am 31.07. des Jahres ende – damit ergebe sich eine Lücke zum Schuleintritt.

Herr Betz stellt richtig, dass die Kinder nicht bis zum Ende des Kita-Jahres, sondern bis zum Beginn des Schuljahres versorgt seien. Die entsprechende Anfrage des Trägers Fröbel in diesem Fall sei bekannt und werde entsprechend aufgeklärt.

Herr Dr. Schlieben ergänzt, dass diese zeitlich lückenlose Regelung für die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses selbstverständlich sei und zweifellos so fortgeführt werden müsse.

  • Darüber hinaus wurde uns zugesagt, dass alle freien Träger auf diese Regelung noch einmal hingewiesen werden.

In einigen Einrichtungen ist diese Regelung zwar nicht gerne gesehen, da dies bei einer ausgiebigen Nutzung die Eingewöhnungsphase nach hinten verschiebt. Einige Einrichtungen nutzen zudem die geringere Auslastung in den Ferien zum Abbau von Überstunden und Urlaub der Erzieher/innen. Nichtsdestotrotz sollte auf die Regelung von Seiten der Leitung selbständig und frühzeitig hingewiesen werden.

Fragt frühzeitig im KiTa-Jahr bei der Leitung und/oder der Fachberatung nach, wenn ihr Probleme mit der Betreuung habt. Wir sind auch gerne behilflich.

Aus unserer Sicht ist der weitere Besuch der Kinder in der Kita, wie es die Regelung vorsieht, aus pädagogischen Gründen einer Eingewöhnung in die OGS in den Ferien vorzuziehen.

Wenn möglich, sollte dem Kind aber auch eine Auszeit zwischen Kitabesuch und Einschulung ermöglicht werden.

Umfrage 2015

Im März 2015 haben wir an Träger und Eltern eine Umfrage versendet, um uns ein Bild der Situation zu machen. Hier sind die Ergebnisse:

§ 22a SGB VIII Förderung in Tageseinrichtungen

(1) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren Einrichtungen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und weiterentwickeln. Dazu gehören die Entwicklung und der Einsatz einer pädagogischen Konzeption als Grundlage für die Erfüllung des Förderungsauftrags sowie der Einsatz von Instrumenten und Verfahren zur Evaluation der Arbeit in den Einrichtungen. ….

1. Das Angebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren. Werden Einrichtungen in den Ferienzeiten geschlossen, so hat der Träger der öffentlichen Jugendhilfe für die Kinder, die nicht von den Erziehungsberechtigten betreut werden können, eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen.

Grundsätzliches in NRW

Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. Juni das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres. Demnach endet das Kitajahr am 31.7. ….. Kinder, die nach dem genannten Zeitpunkt das sechste Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Erziehungsberechtigten zu Beginn des Schuljahres in die Schule aufgenommen werden, wenn sie die für den Schulbesuch erforderlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen besitzen und in ihrem sozialen Verhalten ausreichend entwickelt sind (Schulfähigkeit). Die Entscheidung trifft der Schulleiter. Vorzeitig in die Schule aufgenommene Kinder werden mit Aufnahme schulpflichtig.

Schulgesetz NRW

§7 Schuljahr, Ferien

(1) Das Schuljahr beginnt am 1. August und endet am 31. Juli des folgenden Jahres. Das Ministerium kann zulassen, dass in einzelnen Schulstufen oder Schulformen das Schuljahr in Semester (Schulhalbjahre) oder andere Zeitabschnitte gegliedert wird, und deren Beginn und Ende festlegen.

(2) Das Ministerium erlässt die Ferienordnung. Sie sieht neben den landesweiten Ferien bewegliche Ferientage vor, über deren Termine die Schulkonferenz entscheiden kann.