Quorum zur JAEB-Wahl: 104 (und mehr Zahlen & Statistik)

Für die JAEB-Wahl gibt es ein gesetzliches Quorum (in § 11 Absatz 2 Satz 5 KiBiZ NRW). Dies sieht vor, dass 15% der Elternbeiräte an der Wahl teilnehmen („Die Gültigkeit der Wahl des Jugendamtselternbeirates setzt voraus, dass sich 15 Prozent aller Elternbeiräte im Jugendamtsbezirk an der Wahl beteiligt haben.“).

Es gibt in Köln 691 KiTas
(vgl. 18. Statusbericht, Stand 14. Mai 2020), davon:
Stadt Köln 226
KölnKitas 41
Kirchen 161
Vereine, Verbände, Initiativen 263.

Daraus ergibt sich, dass – wenn in allen Einrichtungen ein Elternbeirat gewählt wurde (was wir unterstellen) – mit 104 an der Wahl teilnehmenden Beiräten das Quorum erfüllt wäre (15% von 691 sind rechnerisch 103,65).

Quelle: Achtzehnter Statusbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung in Köln
Mit dem achtzehnten Statusbericht wird in Kurzform und mit einem gesamtstädtischen Blick die Versorgungssituation im aktuellen Kindergartenjahr 2019/20 dargestellt. (Download Statusbericht: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=770710&type=do&)

PS: Weitere Infos aus diesem Statusbericht:

Es gibt (Stand Dezember 2019) in Köln 33.200 Kinder U3 und 31.382 Kinder Ü3, gesamt also 64.582 Kinder im KiTa-Alter. Für diese gibt es am Ende des Kindergartenjahres 2019/20 insgesamt 10.714 (U3-KiTa) + 4.054 (U3-Tagespflege) + 32.236 (Ü3-KiTa) = 47.004 Plätze für Kinder.

Versorgungssituation der Kinder unter 3 Jahren (U3)

Aktuell beträgt die Versorgungsquote (mit öffentlich geförderten 10.395 KiTa-Plätzen) 44,1%, am Ende des Kindergartenjahres 2019/20 wird sie unter Einbeziehung der 4 noch zur Inbetriebnahme vorgesehenen neuen Kitas und der Plätze in privatgewerblichen Kitas 44,5% betragen (gesamt 10.523 öffentlich geförderte KiTa-Plätze). Dazu kommen 191 Plätze in privat-gewerblichen KiTas, also zum Ende des Kindergartenjahres 2019/20 dann 10.714 KiTa-Plätze für U3-Kinder in Köln.

Die (ebenso öffentlich geförderte) Kindertagespflege konnte weiter auf aktuell 4.054 Plätze ausgebaut werden. Auch das Angebot der Großtagespflege konnte weiter auf nun 124 weiterentwickeln.

Insgesamt bestehen so zum Ende des Kindergartenjahres 2019/20 dann 14.768 U3-Betreuungsplätze in KiTas & Tagespflege in Köln.

Bezogen auf die Kinder mit Rechtsanspruch von 1 bis unter 3 Jahren beträgt die Versorgungsquote aktuell 66,6% und wird bis zum Ende des Kindergartenjahres auf 67,1% steigen.

Versorgungssituation der Kinder 3 bis 6 Jahre (Ü3)

Bei den Kindern ab 3 Jahren beträgt die Versorgungsquote aktuell inklusive der Plätze in den privatgewerblichen Kitas 94,5% (mit 31.680 + 444 = 32.124 KiTa-Plätzen). Mit Inbetriebnahme der neuen Kitas bis Ende des Kindergartenjahres 2019/20 wird sie auf 94,8% steigen. Es bestehen dann am Ende des Kindergartenjahres 2019/20 insgesamt (31.792 + 444 =) 32.236 KiTa-Plätze für Ü3-Kinder in Köln.

Elternvertretung in Gruppe, KiTa, Stadt Köln, NRW & Bund (Stufen) (FAQ)

Hier eine schöne Bildergalerie, in welchen Stufen sich die Elternvertretung von der KiTa-Gruppe bis zur Bundesebene entwickelt, wie die Gremien heißen, und wer diese wählt:

Elternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTaElternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTa
Elternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTa
Elternvertretung in Köln: die Vollversammlung aller Elternbeiräte wählt den Kölner JAEB
Elternvertretung in Köln: die Vollversammlung aller Elternbeiräte wählt den Kölner JAEB

http://www.jaeb.koeln/

Elternvertretung in NRW: die Vollversammlung aller JAEBs wählt den LEB NRW
Elternvertretung in NRW: die Vollversammlung aller JAEBs wählt den LEB NRW

https://www.lebnrw.de/

Elternvertreter*innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet
Elternvertreter*innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet

https://www.bevki.de/

Weitere Infos: Neues KiBiz (KiTa-Gesetz) in Kraft

KiTa-Elternbeirat: Aufgaben und Rechte & Gremien-Überblick (FAQ)

Läuft die Wahl von Elternvertreter*innen in den KiTas schon auf vollen Touren? Haben „trotz Corona“ genügend Eltern kandidiert? Papier-Briefwahl, Online-Voting in einer Videokonferenz oder echte Vollversammlung mit Abstand und Maske? Wie auch immer: wir hoffen es läuft gut. Wir hören, dass auch schon erste Elternbeiräte gewählt sind: herzlichen Glückwunsch an die Gewählten! Die Wahl kann noch / muss bis zum 10. Oktober erfolgen (§ 10 Abs. 2 KiBiz NRW).

Information „Elternbeirat – was nun?“ (Aufgaben und Rechte)

Für alle Elternbeiräte werden wir auch in diesem Jahr wieder eine Information zu den Aufgaben und Rechten der Elternbeiräte in den KiTas anbieten. Wir arbeiten gerade am Termin (einer Videokonferenz über Zoom) und an der Anpassung aufgrund der neuen Gesetzeslage seit 1. August 2020. Wer aber schonmal (unter Vorbehalt) in die Infos vom letzten Jahr reinschauen möchte, findet die Info hier (Rückblick Veranstaltung „Elternbeirat – was nun?“ am 14. Januar 2020) oder Download:

Überblick über die Gremien:

Laut Gesetz werden in jeder Kindertageseinrichtung zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Trägern die (1.) Elternversammlung, der (2.) Elternbeirat und der (3.) Rat der Kindertageseinrichtung gebildet.

Dazu gibt es viele praktische „Traditionen“ in den KiTas, die langjährig gut funktionieren. Es können aber auch Regelungen und „Geschäftsordnungen (GO)“ schriftlich festgelegt werden, und zwar vom Träger im Einvernehmen mit den Eltern, also immer nur im Konsens, ob nun „Fortführung der Tradition“ oder eine neue GO.

  1. Die Elternversammlung (EV) sind alle Eltern der KiTa (also dem Wortlaut nach eine echte „Eltern-Vollversammlung“ der ganzen KiTa), sie soll mindestens einmal im KiTa-Jahr (bis 10. Oktober) einberufen werden. Aber gerne auch unterjährig öfter und besonders dann, wenn mind. 1/3 aller Eltern oder (mit Begründung) der Elternbeirat es verlangt. Der Träger hat einzuberufen, aber rein theoretisch könnten sich die Eltern auch selbst treffen…
    Das Gesetz legt Aufgaben der EV fest: „In der Elternversammlung informiert der Träger über personelle Veränderungen sowie pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie die angebotenen Öffnungs- und Betreuungszeiten.“ und „Die Elternversammlung soll auch für Angebote zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungskompetenz der Eltern genutzt werden.“ – also z.B. Vorträge zu pädagogischen Themen, Erziehungstipps.
    Ganz wichtig: „Zu den Aufgaben der Elternversammlung gehört die Wahl der Mitglieder des Elternbeirates.“ Dazu sollte dann z.B. der bisherige Elternbeirat über seine Arbeit informieren (und dafür evtl. auch Dank, Applaus oder sogar ein Blümchen erhalten?) und die neuen Kandidat*innen sich vorstellen.
    Ob die „große EV“ dann auch in großer Runde den Elternbeirat wählt, oder sich für die Wahl in mehrere (die KiTa-)Gruppen aufteilt, oder die Wahl sogar an einem anderen Termin stattfindet – das alles ist Sache der Geschäftsordnung. In vielen KiTas wird (nach einer allg. Information und einem pädagogischen Tagesordnungspunkt in großer Runde) dann oftmals in den einzelnen KiTa-Gruppen eine Gruppen-Elternvertretung gewählt, die zusammen den Elternbeirat der Einrichtung ergeben. Die Elternversammlung ist in § 10 Abs. 2 KiBiz NRW geregelt.
    .
  2. Der Elternbeirat (EB) vertritt die Interessen der Elternschaft des aktuellen Kindergartenjahres gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung.“ und hat verschiedene Rechte (in § 10 Abs. 3 und Abs. 4 und Abs. 5 KiBiz NRW). Der Elternbeirat besteht nur aus Eltern, dieses Gremium trifft sich wann, wo und so oft der EB möchte. (Praktisch ist immer auch ein Email-Verteiler oder SMS oder Messenger-Chatgruppe für schnelle Infos.)
    Werden, wie in den meisten KiTas, 2 oder 3 Eltern als Elternvertretung der Gruppe gewählt, bilden erst alle diese zusammen den „Elternbeirat der KiTa“. Dieser trifft sich und wählt am besten einen Elternbeirats-Vorsitz und Stellvertretung (als Ansprechpartner*innen für die ganze KiTa, Leitung, Träger und uns als JAEB Köln).
    Oft laden die KiTa-Leitungen zum „ersten Elternbeirats-Treffen“ ein. Das ist ein sehr netter Service, und genügt auch häufig. Das ist dann aber immer direkt schon ein „Treffen von Leitung mit dem Elternbeirat“, und nicht „der Elternbeirat“. Wo es keinen Bedarf gibt, sich als EB vorher in Ruhe kennen zu lernen oder sich allein unter Eltern auszutauschen, da mag das auch einfach ausreichen. Solche regelmäßigen Treffen der Leitung mit dem Elternbeirat sind sehr nützlich für den KiTa-Alltag und finden meist alle paar Wochen statt, ganz anders als der nun folgende 3.:
    .
  3. Der „ganz große“ Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich und besteht aus Vertreter*innen aller 3 Gruppen:
    a) Vertreter*innen des Träger (oftmals „nur“ Leitung & Stv., aber ggf. auch Fachberatungen, Geschäftsführer*innen, Pfarrer…),
    b) Vertreter*innen des Personals (Anzahl je nach Geschäftsordnung) und
    c) Vertreter*innen des Elternbeirates (also nicht automatisch alle EB-Mitglieder, Anzahl kann in der Geschäftsordnung frei vereinbart werden).
    Aufgaben sind insbesondere die Beratung der Grundsätze der Erziehungs- und Bildungsarbeit, die räumliche, sachliche und personelle Ausstattung sowie die Vereinbarung von Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung.“ (Geregelt ist der Rat der KiTa in § 10 Abs. 5 KiBiz.)

Mehr zu den Aufgaben und Rechten des Elternbeirats wie angekündigt demnächst auf der Info-Veranstaltung oder in der Präsentation / Datei siehe oben!

PS: Um als neuer Elternbeirat vom JAEB weitere Informationen zu erhalten, bitte unbedingt hier in den E-Mail-Verteiler eintragen (Newsletter-Tool), Danke!

13. Mai – Tag der Kinderbetreuung

Tag der Kinderbetreuung

Einfach mal DANKE sagen! Der JAEB findet die Idee klasse und würde sich freuen, wenn viele Elternbeiräte in Köln in ihrer Kita die Initiative ergreifen und eine Aktion für die Erzieherinnen und Erzieher umsetzen.

Weiterführende Informationen und Anregungen findet ihr auf der Website: https://www.rund-um-kita.de/tag-der-kinderbetreuung/

Kindheit ohne Rollenklischees, Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit, für Inklusionspädagogik: Vielfaltsdimensionen (LGBT) & gegen Homophobie

Themen & Downloads

Liebe Eltern und/oder Elternbeiräte, Ihr habt Interesse an diesen oder anderen Themen mitzuarbeiten? Meldet Euch gerne bei Sonja (Email):

1.) Die Rosa-Hellblau-Falle. Für eine Kindheit ohne Rollenklischees.

Erzieher, Pädagoginnen, Fachkräfte in Kindertagesstätten, Familienzentren und Schulen sind ständig herausgefordert, die Lebenslagen von Mädchen und Jungen geschlechtssensibel zu berücksichtigen. Rollenbilder, geschlechterbezogene Erwartungen und Vorgaben anderer infrage zu stellen und mit Kindern zu thematisieren, ist zudem in den Bildungs- und Lehrplänen der Bundesländer festgeschrieben. Was wir selbst mit männlichem Verhalten und weiblichen Interessen verbinden, wird vor allem dann deutlich, wenn Kinder sich entgegen den Erwartungen verhalten, wenn wir selbst oder andere sie als „untypisch“ erleben. Doch gleichzeitig gehört es für Kinder zur Entwicklung ihrer Geschlechtsidentität dazu, Vorbilder nachzuahmen und auch ins Extreme zu steigern, deshalb verhalten sich viele Mädchen und Jungen gerade im Vorschulalter besonders stereotyp.

  • Argumente für gendersensible Pädagogik (hier)
  • Tipps für Gespräche (hier)
  • Fortbildungen für KiTas: (Infos hier)
  • Kinder erziehen ohne Geschlechterklischees – Poster „Let toys be toys“ (Infos und hier: Download in A4); das Poster in der englischen Version gibt es auf den Seiten von Let toys be toys in zwei Größen zum Download hier)

2.) Gegen Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit in Kitas

Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit in Kitas samt Vorwort von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Weil „die Kinder von heute morgen unsere demokratische Gesellschaft tragen werden“, schreibt Giffey, sei es wichtig, „die frühkindliche Bildung demokratisch zu gestalten und an Kinderrechten zu orientieren“.

  • Kita-Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung: „Ene mene muh – und raus bist Du! Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik“ (Download)

3.) Inklusionspädagogik / Vielfaltsdimensionen (LGBT) / gegen Homophobie:

Eine Broschüre für die Akzeptanz von trans- und intersexuellen Menschen und Regenbogenfamilien informiert Pädagoginnen und Pädagogen über Themen wie Intersexualität und Transsexualität. Die 140-seitige Handreichung unterstützt Fachkräfte, Teams und Einrichtungen der frühkindlichen Bildung dabei, sich im Rahmen der Inklusionspädagogik mit den Vielfaltsdimensionen Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung zu beschäftigen. Erstmals liegt im deutschsprachigen Raum eine derartige Handreichung für den Bereich der frühen Bildung vor. Sie sollen dabei unterstützt werden, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Kinder frei entwickeln können, ohne stigmatisiert zu werden, weil sie herkömmliche Rollenbilder nicht erfüllen, inter- oder transgeschlechtlich sind oder zum Beispiel bei lesbischen Eltern zuhause sind. Das Ziel ist es, Kindern „von Anfang an einen sicheren Umgang mit Vielfalt zu vermitteln“. Am 2. November 2018 wurde die Handreichung mit dem Respektpreis 2018 des Bündnisses gegen Homophobie ausgezeichnet.

  • Broschüre „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben.“ vom Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg und der Bildungsinitative Queerformat (zum Download)

Krankheiten & KiTa (FAQ)

Winterzeit = kranke Kinder.

Wie gehen die KiTas mit der Infektsaison um?

Wann ist ein Kind zu krank für die KiTa? Wie lange muss ein Kind zu Hause bleiben, bis es wieder so gesund ist, dass es wieder am Kindergartenalltag teilnehmen und auch keine anderen Kinder mehr anstecken kann? Brauche ich für die KiTa eine Gesundschreibung vom Arzt? Wir haben für Euch ein paar interessante Links zusammengestellt:

Zudem gibt es einige KiTas, die Regelungen für die Eltern bereitstellen, in denen klar beschrieben ist, wie im Krankheitsfall vorgegangen wird.

Falls dies bei euch nicht umgesetzt wird, könnte dies eine gute Anregung für eure KiTa sein, da klare Vorgaben helfen werden, im Krankheitsfall richtig zu reagieren.

Tipps für Gehaltsfortzahlung im Kind-Krank-Fall:

In vielen Arbeitsverträgen ist § 616 BGB gerade nicht ausgeschlossen, also gilt die normale Regelung: Arbeitnehmer/innen haben Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit für die Beaufsichtigung kranker Kinder. Das Gehalt muss also einfach weiterlaufen. Das gilt aber nur bis zu einer jährlichen Höchstdauer, die teilweise unterschiedlich geregelt ist, aber meist 5-10 Tage pro Kind (aber max. 25 Tage insgesamt pro Jahr – für diejenigen mit mehr als 2 Kindern).

Wenn diese Entgeltfortzahlung wirklich im Vertrag (oder Tarifvertrag) ausgeschlossen ist (und nicht bloß behauptet wird – bei ungeübten Arbeitgebers auch einfach aus Unkenntnis) besteht dann aber ein Anspruch auf Kinder-Krankengeld nach § 45 SGB V, auch bis zu einer Höchstdauer. Krankengeld ist in der Höhe (wie bei eigener Erkrankung nach 6 Wochen) und etwa „70% vom Netto“, also immerhin.

In beiden Fällen wird eine ärztliche Bescheinigung (Kind-Krank-Attest, früher auch „blauer Schein“) benötigt. Teilweise sind moderne Arbeitgeber aber auch kulant, auf das Attest zu verzichten: oft sind Kinder nach 1-2 Tagen wieder fit, und Gesundschlafen und Ruhe hilft bekanntlich mehr als durch die halbe Stadt zu hetzen und im Wartezimmer zu sitzen, nur um den „Schein“ zu bekommen. Frage an Euch Kölner Eltern: sind Eure Arbeitgeber kulant – oder benötigt Ihr immer einen „Kinder-Krankenschein“?

vgl. auch insgesamt: https://www.ksta.de/ratgeber/finanzen/karriere/attest–krankengeld-kind-krank—was-arbeitnehmer-wissen-muessen-23480636

Magen-Darm-Virus:

Bestimmte „schwere“ Krankheiten sind gesetzlich im Infektionsschutzgesetz geregelt. Dazu gehört im KiTa-Alter auch „Magen-Darm-Infektionen“ (also Durchfall oder Erbrechen). Auch Eltern sind gesetzlich verpflichtet, solche Magen-Darm-Erkrankungen selbst der KiTa zu melden! 

„§ 34 Abs.1 Satz 3 bestimmt, dass Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben und an infektiöser Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind, die Gemeinschaftseinrichtung nicht besuchen dürfen, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Erkrankung nicht mehr zu befürchten ist.“ https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__34.html

Kinder können nach dem Infektionsschutzgesetz vom Besuch der Kita ausgeschlossen werden, sogar wenn nur der Verdacht auf bestimmte Krankheiten (und darunter fällt der sog. Magen-Darm-Virus als „infektiöse Gastroenteritis“ bei Kindern unter 6) besteht.

  • Tipp: Sollte ein unberechtigter Verdacht bestehen, hilft eine „Gesundschreibung“ (Attest) vom Kinderarzt, der bestätigt, dass das Kind frei von diesem Infekt ist

Jede KiTa bzw. Träger handhabt es anders, wie die „Wiederzulassung“ (zur KiTa nach dem Ausschluss) geregelt wird. Einige verlangen nur 24 Std. Symptomfreiheit, andere 48 Stunden, manche sogar eine „Gesundschreibung“ (Attest) vom Kinderarzt.

  • Tipp: rechtzeitig informieren, was benötigt wird, nicht dass Eltern sonst mit (wieder gesundem) Kind an der KiTa abgewiesen werden, nur weil z.B. das Attest fehlt!

Nach dem Gesetzestext scheint immer ein ärztliches Attest erforderlich (?), bei anderen Erkrankungen ist aber das „Abklingen der Symptome“ ausreichend. Wir haben auch in der Praxis und auch von anderen Eltern noch nie von massenhaften „ärztlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen“ gehört. Frage an Euch Kölner Eltern: Wie handhaben Eure Kitas das? Welche KiTa verlangt ein Gesundheits-Attest? http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Wiederzulassung/Mbl_Wiederzulassung_schule.html?nn=2374512#Sprung22

Bakterielle Enteritiden z.B. durch Salmonellen, Campylobacter, Yersinia enterocolitica
[…]
3 Zulassung nach Krankheit

Nach Abklingen des Durchfalls (geformter Stuhl). Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich.

Virale Gastroenteritiden 
[…]
3 Zulassung nach Krankheit
Nach Abklingen des Durchfalls (geformter Stuhl) bzw. des Erbrechens (gerade Noroviren werden mit Erbrochenem ausgeschieden und über Aerosole übertragen). Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich.

„Little Bird“ gestartet

Alle Eltern müssen sich ab jetzt über Little Bird für einen Kitaplatz registrieren und ihr Kind anmelden (auch, wenn dies schon über das andere Programm erledigt wurde)!

  • https://portal-koeln.little-bird.de/
  • https://www.stadt-koeln.de/service/onlinedienste/support-portal-kindergartenplaetze/index.html
  • http://www.ksta.de/koeln/hilfe-bei-kita-platz-suche-stadt-koeln-startet-online-portal–little-bird–27980432 (Beitrag vom 17.07.2017) 

Augustlücke: Betreuungsübergang Kita – Schule/OGTS (FAQ)

KiTa-Betreuung im August (nach 31. Juli)

In jedem Sommer stehen einige Eltern der angehenden Schulkinder vor dem Problem einer durchgängigen Betreuung ihrer Kinder.

Zurzeit haben die Träger unterschiedliche Verträge mit den Eltern abgeschlossen, mit dem Ergebnis, dass die Kinder, zum Teil erst 5 Jahre alt, die Tageseinrichtung zum 31.7. des Einschulungsjahres verlassen müssen. Da die Einschulungstermine in NRW aber zum Teil erst im August/September liegen, ergibt sich für die arbeitenden Eltern eine Betreuungslücke von bis zu 6 Wochen.

  • Bei den städtischen KiTas können alle Kinder über den 31.7. hinaus bis zum ersten Schultag betreut werden. Die Fachberatungen sind darüber informiert.
  • Die anderen Träger handhaben es teilweise anders. Sie berufen sich darauf, dass die unten aufgeführte Regelung des Rates nicht für sie gilt. Damit entziehen sie sich aber der Verantwortung für die Lösung eines immer wiederkehrenden Problems.

In der Verantwortung ist gem. § 24 SGB VIII das Jugendamt bis zum Schuleintritt eine Betreuung in Kindertageseinrichtungen vorzuhalten. Gem. § 5 Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiZ) ist den Jugendämter auch eine Betreuung in den Schulen möglich. Sind die Einrichtungen in den Ferien geschlossen und ist den Erziehungsberechtigen eine Betreuung nicht möglich, hat das Jugendamt nach § 22a SGB VIII eine anderweite Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen.

Aus unserer Sicht ist der weitere Besuch der Kinder in der Kita aus pädagogischen Gründen einer Eingewöhnung in die OGS in den Ferien vorzuziehen.

Wenn möglich, sollte dem Kind aber auch eine Auszeit zwischen Kitabesuch und Einschulung ermöglicht werden.

Elternbeiträge bei KiTa-Betreuung im August (nach 31. Juli)

In Köln ist die Beitragszahlung wie folgt geregelt:

  • Die beitragsfreie Zeit für Vorschulkinder endet bereits zum 31. Juli (Ende des KiTa-Jahres)
  • Für den August wäre daher wieder „normal“ zu bezahlen (allerdings auch einschließlich aller Geschwisterregelungen wie immer: nur für das „teuerste Kind“ ist zu zahlen, die „günstigeren“ Geschwister sind dann „mit drin“ (vgl. § 8 Absatz (1) der Satzung Stand Juli 2016).
  • Wer für die Grundschulzeit einen OGTS-Betreuungsplatz bekommen wird, wird diesen vermutlich bereits zum formalen Schuljahresstart (also zum 1. August) abschließen müssen. Dann hätte mal also während des August 2019 für dieses eine Kind aber zwei Verträge gleichzeitig!
  • ABER: Das ist nicht schlimm oder teuer, sondern sogar günstiger: Es steht in der Beitragssatzung (Stand Juli 2016) der Stadt Köln, dass dann nur der OGTS-Beitrag zu bezahlen ist:

§ 3, Absatz (4):
„Stehen einem Kind mehrere Betreuungsangebote zur Verfügung, so ist für jedes davon ein Elternbeitrag zu erheben, unabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme. Sofern Kinder ab Beginn der Schulpflicht gleichzeitig in einer Kindertageseinrichtung bzw. in Kindertagespflege und der OGTS angemeldet sind, wird lediglich der Beitrag für die Betreuung in der OGTS erhoben.“


Regelung 2012 (Ratsbeschluss) http://wp.kita-klaaf.de/wp-content/uploads/2011/12/2813_2011_Mitteilung_Beantwortung_Rat.pdf

Anlässlich der Jugendhilfeausschussesssitzung am 9. Mai 2017 haben wir explizit nochmal nachgefragt, ob die Regelung weiterhin Bestand hat.
Dies wurde uns bestätigt, siehe Auszug aus dem Protokoll der Sitzung 

Auszug aus dem Protokoll des Jugendhilfeausschusses der Stadt Köln vom 09.05. 2017

S.39

7.2.2

Herr Gümüs berichtet von einem Betreuungsträger, der die Auffassung vertrete, dass die Betreuungszeit am 31.07. des Jahres ende – damit ergebe sich eine Lücke zum Schuleintritt.

Herr Betz stellt richtig, dass die Kinder nicht bis zum Ende des Kita-Jahres, sondern bis zum Beginn des Schuljahres versorgt seien. Die entsprechende Anfrage des Trägers Fröbel in diesem Fall sei bekannt und werde entsprechend aufgeklärt.

Herr Dr. Schlieben ergänzt, dass diese zeitlich lückenlose Regelung für die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses selbstverständlich sei und zweifellos so fortgeführt werden müsse.

  • Darüber hinaus wurde uns zugesagt, dass alle freien Träger auf diese Regelung noch einmal hingewiesen werden.

In einigen Einrichtungen ist diese Regelung zwar nicht gerne gesehen, da dies bei einer ausgiebigen Nutzung die Eingewöhnungsphase nach hinten verschiebt. Einige Einrichtungen nutzen zudem die geringere Auslastung in den Ferien zum Abbau von Überstunden und Urlaub der Erzieher/innen. Nichtsdestotrotz sollte auf die Regelung von Seiten der Leitung selbständig und frühzeitig hingewiesen werden.

Fragt frühzeitig im KiTa-Jahr bei der Leitung und/oder der Fachberatung nach, wenn ihr Probleme mit der Betreuung habt. Wir sind auch gerne behilflich.

Aus unserer Sicht ist der weitere Besuch der Kinder in der Kita, wie es die Regelung vorsieht, aus pädagogischen Gründen einer Eingewöhnung in die OGS in den Ferien vorzuziehen.

Wenn möglich, sollte dem Kind aber auch eine Auszeit zwischen Kitabesuch und Einschulung ermöglicht werden.

Umfrage 2015

Im März 2015 haben wir an Träger und Eltern eine Umfrage versendet, um uns ein Bild der Situation zu machen. Hier sind die Ergebnisse:

§ 22a SGB VIII Förderung in Tageseinrichtungen

(1) Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sollen die Qualität der Förderung in ihren Einrichtungen durch geeignete Maßnahmen sicherstellen und weiterentwickeln. Dazu gehören die Entwicklung und der Einsatz einer pädagogischen Konzeption als Grundlage für die Erfüllung des Förderungsauftrags sowie der Einsatz von Instrumenten und Verfahren zur Evaluation der Arbeit in den Einrichtungen. ….

1. Das Angebot soll sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren. Werden Einrichtungen in den Ferienzeiten geschlossen, so hat der Träger der öffentlichen Jugendhilfe für die Kinder, die nicht von den Erziehungsberechtigten betreut werden können, eine anderweitige Betreuungsmöglichkeit sicherzustellen.

Grundsätzliches in NRW

Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. Juni das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres. Demnach endet das Kitajahr am 31.7. ….. Kinder, die nach dem genannten Zeitpunkt das sechste Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Erziehungsberechtigten zu Beginn des Schuljahres in die Schule aufgenommen werden, wenn sie die für den Schulbesuch erforderlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen besitzen und in ihrem sozialen Verhalten ausreichend entwickelt sind (Schulfähigkeit). Die Entscheidung trifft der Schulleiter. Vorzeitig in die Schule aufgenommene Kinder werden mit Aufnahme schulpflichtig.

Schulgesetz NRW

§7 Schuljahr, Ferien

(1) Das Schuljahr beginnt am 1. August und endet am 31. Juli des folgenden Jahres. Das Ministerium kann zulassen, dass in einzelnen Schulstufen oder Schulformen das Schuljahr in Semester (Schulhalbjahre) oder andere Zeitabschnitte gegliedert wird, und deren Beginn und Ende festlegen.

(2) Das Ministerium erlässt die Ferienordnung. Sie sieht neben den landesweiten Ferien bewegliche Ferientage vor, über deren Termine die Schulkonferenz entscheiden kann.

Mittagessen

Wer hat welche Erfahrungen mit welchem Anbieter?

Schreibt uns doch, wenn ihr zu dem Thema ein Anliegen, Fragen, Tipps, …. habt:

jaebkoeln@mail.de

DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder http://www.fitkid-aktion.de/qualitaetsstandard.html

Is(s)t KiTa gut? Studie der Bertelsmannstiftung https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GP_Isst_Kita_gut.pdf

http://www.fitkid-aktion.de/

Inklusion (FAQ)

Inklusion 2

Die Finanzierung der Therapeuten in den Kitas in NRW durch den LVR ist zum 31.7.2016 beendet worden. Was passiert nun? Die Kinder benötigen ein Rezept vom Kinderarzt für die Therapien. Viele Träger scheuen sich nun davor selber Therapeuten weiter anzustellen. Sie wissen erst zu Beginn des Kita-Jahres wie viele Kinder mit Förderbedarf in den Gruppen sind. Die vorläufige Planung der Anmeldungen (wie viele Stunden und Kinder mit Förderbedarf?) müssen die Träger zu Beginn des Kalenderjahres schon dem Land mitteilen. Danach richtet sich das Budget. Es ist ebenso unklar, ob und wie viele Rezepte die Kinder für die Therapien erhalten. Der Verwaltungsaufwand ist enorm und unbefristete Stellen für die Therapeuten können die Träger nicht anbieten.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Träger?

  • Kooperationen mit Praxen
  • Zusammenarbeit mit dem Frühförderzentrum (ca. ein halbes Jahr Wartezeit; zuständig ist das Zentrum in Wohnort-Nähe, nicht in Kita-Nähe)
  • Eltern gehen mit den Kindern nachmittags zu Therapeuten
  • Erzieher/innen werden geschult und übernehmen die therapeutischen Aufgaben

Unsere Ansichten:

  • Unterschiede zwischen den Kindern sind Chancen für Lernen und Entwicklung
  • Eltern sollten eine Wahlmöglichkeit haben, in welche Kita ihr Kind gehen kann.
  • In den Kitas sollte die Fachkraft-Kind-Relation bei Kindern mit Förderbedarf angepaßt werden, indem weniger Kinder in einer Gruppe sind. Für viele Kinder ist eine Gruppengröße von 20-22 Kindern zuviel.
  • Das Personal sollte weitergebildet werden und es könnten bspw. Heilpädagogen/innen eingestellt werden.
  • Ein guter Austausch mit den Eltern hilft Vorbehalte abzubauen.
  • Fachberatungen sollten regelmäßig die Teams besuchen und mit Rat zur Seite stehen.
  • Die Therapien sollten so stattfinden können, dass Eltern und Kinder nicht noch weite Wege nach der Arbeit oder dem Kitatag haben und nachmittags viele Termine wahrnehmen müssen.

Hier sind weitere Fragen und Antworten (auch als Datei: InklusionMärz2017)

Können Therapeuten von Praxen oder vom Frühförderzentrum in einer städtischen Kita die Räume nutzen?

Dies hängt mit dem Kostenträger zusammen. Wenn es eine Leistung des Sozialamtes ist, muss die Therapie extern durchgeführt werden. Wenn es eine vom Arzt verordnete Therapie mit Rezept ist, wird dies vor Ort entschieden von der Kitaleitung. Sie berücksichtigt die Raumauslastung, den Einfluss auf den Tagesablauf in der Kita, ….. .

Was können Eltern machen, wenn der/die Kinderarzt/ärztin kein Rezept ausstellen?

Sie können zu einem/r anderen Arzt/Ärztin gehen.

Welche Fachrichtungen/Therapien/Heilmittel werden zur Zeit noch in Kitas angeboten?

Physiotherapie, Logopädie, Motopädie (keine Ergotherapie)

Welche Vorteile kann die Umstellung der Finanzierung der Therapien mit sich bringen?

Therapien werden zielgerichtet durchgeführt. Der Elternwille ist stärker berücksichtigt bei der Wahl der Kita und der Therapeuten/innen.

Ist bei der Anmeldung für einen Kitaplatz ersichtlich, dass ein Kind Förderbedarf hat?

Nein, es ist nicht erkennbar. Oft wird der Förderbedarf auch erst in der Kita deutlich. Dann folgt die Beratung, Diagnostik und Hilfe.

Wie wurden Eltern, Kitas und Leitungen vor der Umstellung der Finanzierung der Heilmittel in Kitas informiert?

Es gab Informationsabende.

Wie wurden Kinderärzte informiert?

Es gab Infomationen über die Umstellung durch die Krankenkassen und das Gesundheitsamt.

Wieso werden die Therapeutenstellen nicht neu besetzt?

Wenn die Rezepte nicht ausreichen, um sie zu finanzieren geht dies zu Lasten des städtischen Haushaltes. Für eine Übergangszeit wurde in Köln beschlossen, das man die Verträge auslaufen läßt. In manchen Kommunen wurde allen Therapeuten gekündigt. Es liegt an der Finanzierung.

Was wird im Gesundheitsamt festgestellt und was bedeutet dies für den Kitabesuch der Kinder?

Im Gesundheitsamt wird untersucht, ob dem Kind Leistungen der Eingliederungshilfe zustehen. Eingliederungshilfe kann beantragt werden, wenn eine dauerhafte körperliche, geistige oder seelische Behinderung vorliegt oder eine solche droht.

Die Gruppenstärke (Anzahl der Kinder) verringert sich, wenn ein Kind diese Leistungen erhält. Das Kind erhält mehr Unterstützung durch mehr pädagogisches Personal. Die Therapeuten führen in den Gruppen eine alltagsintegrierte Therapie durch. Ebenso ist mehr Zeit für den Austausch mit den Eltern gegeben durch zusätzliche Pauschalen für Personal (FINK).

„Mit der Förderung sollen zusätzliche Fachkraftstunden über das bislang bestehende System der pädagogischen Betreuung hinaus finanziert werden, um den pädagogischen Standard wesentlich anheben zu können. Für jedes Kind mit Behinderung kann eine Pauschale in Höhe von 5.000 € gewährt werden.“ (Landschaftsverband Rheinland)

Es bedeutet nicht automatisch, dass eine zusätzliche Therapie durchgeführt wird. Diese wird vom Kinderarzt verordnet, wenn er es feststellt.

BeispieleEinsatz FinK-Pauschale für pädagigische Anteile einer therapeutischen FachkraftMedizinisch-therapeutische Leistungen über Verordnungen
Einrichtungen, die im Rahmen ihres Settings 5 Kinder mit Behinderung betreuen und eine Kassenzulassung haben und fest angestelltes therapeutsiches PersonalBis zu 19,5 Stunden (5×3,9) können über die FInK-Pauschale für interdisziplinäre Arbeit verwendet werdenDie theapeutischen Leistungen sind über die Krankenkassen abzurechnen.
5 Kinder mit Behinderungen, keine Kassenzulassung, fest angestelltes therapeutisches PersonalBis zu 19,5 Stunden (5×3,9) können über die FInK-Pauschale für interdisziplinäre Arbeit verwendet werdenErgänzende therapeutische Leistungen sollten über Verordnungen von Kooperationspartnern (FFZ oder therapeutische Praxen) in der Kita erbracht werden.
5 Kinder mit Behinderungen, keine Kassenzulassung, ohne fest angestelltes therapeutisches Personal, Kooperationen mit externen PartnernBis zu 19,5 Stunden (5×3,9) können über die FInK-Pauschale für interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern (Praxis, Frühförderzentrum) verwendet werden. Die Leistungen werden direkt mit dem Träger abgerechnet.Gleichzeitig sollten die Kooperationspartner über Verordnungen die entsprechenden Therapieleistungen für die Kinder in der Kita erbringen.

Die Kitas des Trägers Stadt Köln haben eine Kassenzulassung.

Hier ist die Antwort der Stadt Köln zu unserer Anfrage zum Thema Inklusion und was sich in den Kindertagesstätten zum Sommer 2016 verändern wird:

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Was ist Inklusion bei „Quarks und Co“ http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks_und_co/videoquarkscoinklusionbehinderteslernen100.html

https://www.aktion-mensch.de/themen-informieren-und-diskutieren/was-ist-inklusion.html

Broschüre Die LVR-Kindpauschale: https://www.bvktp.de/files/rheinland_pflaz_inklusion-in-der-kita-barrierefrei.pdf

Betreuung von Kindern mit Behinderungen in Tageseinrichtungen – Gemeinsame Bildung von Anfang an! http://www.lvr.de/de/nav_main/jugend_2/kinderundfamilien/tageseinrichtungenfrkinder/integrationinklusion/integrationinklusion_1.jsp

FInK-Förderung für Kinder mit Behinderung in Tageseinrichtungen http://www.lvr.de/de/nav_main/jugend_2/kinderundfamilien/finanziellefrderungvontagesbetreuung_2/neue_foerderung_fuer_kinder_mit_behinderungen_1/FInK-Foerderung.jsp

Inklunet Newsletter April 2015

Artikel: Inklusion Einfach in die Kita um die Ecke: http://www.ksta.de/koeln/inklusion-einfach-in-die-kita-um-die-ecke-1868052

Artikel: Geld für Therapien Inklusion stellt Kitas vor Probleme: http://www.rundschau-online.de/region/oberberg/geld-fuer-die-therapie-inklusion-stellt-kitas-vor-probleme-169708