Wir wählen! Seid ihr dabei?

Entscheidet selbst, wer Euch im Jugendamtselternbeirat Köln (JAEB) für das nächste KiTa-Jahr vertreten soll.
Oder noch besser: Meldet Euch direkt als Kandidat oder Kandidatin für die Wahl.

Nach erfolgreicher „Feuerprobe“ per Zoom, wagen wir nun den zweiten Schritt und planen unsere Vollversammlung zur JAEB-Wahl online.

Das funktioniert so:

  • Ihr wählt eine Person in Eurem Elternbeirat, die/der als JAEB-Delegierte*r entsendet wird. Oft fällt die Delegation mit dem Amt des Vorsitzes zusammen, muss aber nicht sein.
  • Eure KiTa-Leitung registriert Euch unter dem Link, den das Kölner Jugendamt an alle KiTa-Träger zur Weiterleitung an jede KiTa-Leitung verschickt hat.
  • Ihr nehmt an unserer Vollversammlung am 22. Oktober 2020 um 20:00 Uhr teil.
  • Jeder Elternbeirat hat eine Stimme bei der Wahl, d. h. eine Stimme pro KiTa.

Eine Vollversammlung vor Ort ist aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen nicht möglich. Deshalb möchten wir Euch – so gut es eben zu Pandemiezeiten geht – an diesem demokratischen Prozess beteiligen. Außerdem brauchen wir Eure Erfahrungen, Eure Themen, die Euch unter den Nägeln brennen oder einfach auch mal Feedback.
Um eine erfolgreiche Wahl des JAEB Köln durchzuführen, benötigen wir ein Quorum von 15 % aller Kindertagesstätten in Köln. Bei knapp 700 KiTas in Köln sind das 104 stimmberechtigte Personen, die sich aktiv an der Wahl beteiligen.
Natürlich könnt ihr auch noch Laste Minute bei der Veranstaltung selbst Eure Kandidatur einreichen.

Jetzt bleibt uns nur noch zu sagen: Wir freuen uns auf die Vollversammlung mit anschließender Wahl. Mehr erfahrt Ihr in der E-Mail, die wir einen Tag vor der Vollversammlung an alle offiziell registrierten, wahlberechtigten Elternvertreter*innen schicken.

Bleibt gesund!

Euer JAEB Köln

Erste virtuelle Veranstaltung erfolgreich gemeistert!

Am 08. Oktober 2020 fand unserer erste Info-Veranstaltung per Zoom statt. Die Zahl von 70 Teilnehmer*innen zeigt, auch virtuell kann Elternarbeit funktionieren.

Viele bereits neu gewählte Elternbeiratsmitglieder aus Kölner KiTas konnten sich zum Thema Elternmitwirkung informieren. Wir haben uns über Veränderungen des neuen Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in NRW unterhalten und noch mal darauf hingewiesen, dass zusätzliche Gebühren, die von Eltern verlangt werden, nicht erlaubt sind.

Unserer Präsentation zur Veranstaltung inklusive aller wichtigen §§ zur Elternmitwirkung findet ihr hier.

Besonders gefreut haben wir uns, dass sich während der Veranstaltung neue Kandidat*innen gemeldet haben, die sich für eine Mitarbeit im JAEB Köln interessieren. Die aktuelle Kanditaturliste findet ihr hier.

Quorum zur JAEB-Wahl: 104 (und mehr Zahlen & Statistik)

Für die JAEB-Wahl gibt es ein gesetzliches Quorum (in § 11 Absatz 2 Satz 5 KiBiZ NRW). Dies sieht vor, dass 15% der Elternbeiräte an der Wahl teilnehmen („Die Gültigkeit der Wahl des Jugendamtselternbeirates setzt voraus, dass sich 15 Prozent aller Elternbeiräte im Jugendamtsbezirk an der Wahl beteiligt haben.“).

Es gibt in Köln 691 KiTas
(vgl. 18. Statusbericht, Stand 14. Mai 2020), davon:
Stadt Köln 226
KölnKitas 41
Kirchen 161
Vereine, Verbände, Initiativen 263.

Daraus ergibt sich, dass – wenn in allen Einrichtungen ein Elternbeirat gewählt wurde (was wir unterstellen) – mit 104 an der Wahl teilnehmenden Beiräten das Quorum erfüllt wäre (15% von 691 sind rechnerisch 103,65).

Quelle: Achtzehnter Statusbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung in Köln
Mit dem achtzehnten Statusbericht wird in Kurzform und mit einem gesamtstädtischen Blick die Versorgungssituation im aktuellen Kindergartenjahr 2019/20 dargestellt. (Download Statusbericht: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=770710&type=do&)

PS: Weitere Infos aus diesem Statusbericht:

Es gibt (Stand Dezember 2019) in Köln 33.200 Kinder U3 und 31.382 Kinder Ü3, gesamt also 64.582 Kinder im KiTa-Alter. Für diese gibt es am Ende des Kindergartenjahres 2019/20 insgesamt 10.714 (U3-KiTa) + 4.054 (U3-Tagespflege) + 32.236 (Ü3-KiTa) = 47.004 Plätze für Kinder.

Versorgungssituation der Kinder unter 3 Jahren (U3)

Aktuell beträgt die Versorgungsquote (mit öffentlich geförderten 10.395 KiTa-Plätzen) 44,1%, am Ende des Kindergartenjahres 2019/20 wird sie unter Einbeziehung der 4 noch zur Inbetriebnahme vorgesehenen neuen Kitas und der Plätze in privatgewerblichen Kitas 44,5% betragen (gesamt 10.523 öffentlich geförderte KiTa-Plätze). Dazu kommen 191 Plätze in privat-gewerblichen KiTas, also zum Ende des Kindergartenjahres 2019/20 dann 10.714 KiTa-Plätze für U3-Kinder in Köln.

Die (ebenso öffentlich geförderte) Kindertagespflege konnte weiter auf aktuell 4.054 Plätze ausgebaut werden. Auch das Angebot der Großtagespflege konnte weiter auf nun 124 weiterentwickeln.

Insgesamt bestehen so zum Ende des Kindergartenjahres 2019/20 dann 14.768 U3-Betreuungsplätze in KiTas & Tagespflege in Köln.

Bezogen auf die Kinder mit Rechtsanspruch von 1 bis unter 3 Jahren beträgt die Versorgungsquote aktuell 66,6% und wird bis zum Ende des Kindergartenjahres auf 67,1% steigen.

Versorgungssituation der Kinder 3 bis 6 Jahre (Ü3)

Bei den Kindern ab 3 Jahren beträgt die Versorgungsquote aktuell inklusive der Plätze in den privatgewerblichen Kitas 94,5% (mit 31.680 + 444 = 32.124 KiTa-Plätzen). Mit Inbetriebnahme der neuen Kitas bis Ende des Kindergartenjahres 2019/20 wird sie auf 94,8% steigen. Es bestehen dann am Ende des Kindergartenjahres 2019/20 insgesamt (31.792 + 444 =) 32.236 KiTa-Plätze für Ü3-Kinder in Köln.

„Elternbeirat – was nun?“ (Zoom) Infoveranstaltung 8. Oktober 2020

Vielleicht wurde in Eurer Einrichtung schon gewählt und ihr seid ganz neu im Amt? Oder ihr seid „alte Hasen“ und auf der Suche nach Austausch zu anderen ElternvertreterInnen?

Wir starten das neue KiTa-Jahr mit einer virtuellen Info-Veranstaltung am 08. Oktober 2020 um 20:00 Uhr (als Zoom-Videokonferenz, Link demnächst hier auf der Webseite).

Die letzten Monate haben uns als Eltern und Elternvertretungen einiges abverlangt. Auch die KiTas selbst standen vor großen Herausforderungen. Schließlich mussten wir uns alle erst auf die veränderte Situation wegen Corona einstellen. Einige Einrichtungen haben tolle Beispiele entwickelt, um auch in Pandemiezeiten verlässliche Partner für Kinder und Eltern zu sein. In anderen Einrichtungen war der Kontakt jedoch eher wenig. 

Ihr als gewählte ElternvertreterInnen wart unterschiedlich in diesen Prozess eingebunden. Wir JAEB – als Elternvertretung für ganz Köln – möchten uns sehr gerne mit Euch darüber austauschen. Was war Eurer Meinung nach gut? Wo gibt es Verbesserungspotential? Wie findet bei Euch der neue KiTa-Alltag statt?

Vielleicht habt ihr es mitbekommen? Seit 01. August 2020 ist das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in Kraft getreten. Hierzu würden wir euch gerne die wichtigsten Paragraphen für Elternvertretungen in den KiTas vorstellen.

Und last, but not least: Wir sind immer auf der Suche nach motivierten ElternvertreterInnen, die sich gerne auf der Stadtebene Köln engagieren wollen. An diesem Abend möchten wir Euch die Chance geben, Euch vorzustellen. Wenn Ihr Euch gerne als JAEB-Kandidat*in aufstellen lassen möchtet, meldet Euch. Das ist natürlich auch spontan möglich.

Wir freuen uns über viel Beteiligung und einen konstruktiven Austausch.

Euer JAEB Köln

PS: Datum bitte vormerken: (Online-)Vollversammlung aller Elternbeiräte in Köln am Donnerstag 22. Oktober um 20 Uhr ebenfalls online über Zoom.

Elternvertretung in Gruppe, KiTa, Stadt Köln, NRW & Bund (Stufen) (FAQ)

Hier eine schöne Bildergalerie, in welchen Stufen sich die Elternvertretung von der KiTa-Gruppe bis zur Bundesebene entwickelt, wie die Gremien heißen, und wer diese wählt:

Elternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTaElternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTa
Elternvertretung in der KiTa: alle Gruppenvertretungen bilden den Elternbeirat der KiTa
Elternvertretung in Köln: die Vollversammlung aller Elternbeiräte wählt den Kölner JAEB
Elternvertretung in Köln: die Vollversammlung aller Elternbeiräte wählt den Kölner JAEB

http://www.jaeb.koeln/

Elternvertretung in NRW: die Vollversammlung aller JAEBs wählt den LEB NRW
Elternvertretung in NRW: die Vollversammlung aller JAEBs wählt den LEB NRW

https://www.lebnrw.de/

Elternvertreter*innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet
Elternvertreter*innen aus allen Bundesländern haben eine Bundeselternvertretung gegründet

https://www.bevki.de/

Weitere Infos: Neues KiBiz (KiTa-Gesetz) in Kraft

Wahl des KiTa-Elternbeirats: auch digital oder Briefwahl

Sowohl das NRW-Ministerium als auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR) haben Informationen und Hilfestellungen versendet, die die Elternbeiratswahlen in Coronazeiten auch in digitalen Veranstaltungen oder per Briefwahl ermöglichen:

„28.08.2020

Informationen für Eltern deren Kinder in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege betreut werden
Informationen für Träger, Leitungen, Personal von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen

Elternmitwirkung auf örtlicher Ebene
Aufgrund der bestehenden Corona-Pandemie wird für die bevorstehenden Elternbeiratswahlen in den Kindertageseinrichtungen sowie anschließenden Jugendamtselternbeiratswahlen auf folgendes hingewiesen:

Bis zum 10. Oktober wählt die Elternversammlung die Mitglieder des Elternbeirates. Die Wahl findet in der Regel in den Räumlichkeiten der Kindertageseinrichtung statt. Grundsätzlich ist dies auch in diesem Jahr möglich, sofern die in der Coronabetreuungsverordnung bzw. Coronaschutzverordnung vorgegebenen Schutzmaßnahmen eingehalten werden können.

Sollte eine Präsenzveranstaltung nicht möglich sein, kann die Wahl der Elternbeiräte beispielsweise auch im Rahmen digitaler Veranstaltungen oder in Anbetracht der besonderen Umstände in diesem Jahr auch im Rahmen einer Briefwahl stattfinden. Die Eltern sind in diesem Fall möglichst frühzeitig über das Verfahren und alle notwendigen Informationen zu unterrichten.

Die Elternbeiräte der Kindertageseinrichtungen und gegebenenfalls eine Vertretung von Eltern, deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden, können sich zu der Versammlung der Elternbeiräte zusammenschließen, die zwischen dem 11. Oktober und dem 10. November einen Jugendamtselternbeirat wählt.

Diese Wahl findet in der Regel ebenfalls in einer Präsenzveranstaltung statt, kann in diesem Jahr aber beispielsweise auch im Rahmen der genannten Möglichkeiten (digitale Veranstaltung, Briefwahl) erfolgen.“

Neues KiBiz (KiTa-Gesetz) in Kraft

Für die Kindertagesstätten und auch die Elternmitwirkung gilt ab diesem KiTa-Jahr 2020/2021, also seit 1. August 2020 nun das neue KiBiz „Kinderbildungsgesetz NRW“.

Aus Elternsicht sind die Gesetzesänderungen zwar enttäuschend (vgl. Kritik hier), aber sind nun Realität. Wir dokumentieren hier die §§ zur Elternmitwirkung, Hervorhebungen von uns (JAEB Köln):

§ 9 Zusammenarbeit mit den Eltern

(1) Das Personal der Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflegepersonen arbeiten mit den Eltern bei der Förderung der Kinder partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen. Die Eltern haben einen Anspruch auf eine regelmäßige Information über den Stand des Bildungs- und Entwicklungsprozesses ihres Kindes. Dazu ist den Eltern mindestens einmal im Kindergartenjahr ein Gespräch über die Entwicklung ihres Kindes, seine besonderen Interessen und Fähigkeiten sowie geplante Maßnahmen zur gezielten Förderung des Kindes anzubieten. Eltern, die Kommunikationsunterstützung benötigen und deren Kinder in einer Kinder-tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege betreut werden, haben die Rechte aus § 8 Absatz 1 Satz 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes Nordrhein-Westfalen vom 16. Dezember 2003 (GV. NRW. S. 766) in Verbindung mit der Kommunikationsunterstützungsverordnung Nordrhein-Westfalen vom 15. Juni 2004 (GV. NRW. S. 336), jeweils in der jeweils geltenden Fassung.

(2) Das pädagogische Personal berät und unterstützt die Eltern und Familien im Rahmen seiner Kompetenzen zu wichtigen Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes.

§ 10 Elternmitwirkung in der Kindertageseinrichtung

(1) In jeder Kindertageseinrichtung werden zur Förderung der Zusammenarbeit von Eltern, Personal und Trägern die Elternversammlung, der Elternbeirat und der Rat der Kindertageseinrichtung gebildet. Regelungen über die Zusammensetzung der Gremien in der Tageseinrichtung und Geschäftsordnungen dieser Gremien werden vom Träger im Einvernehmen mit den Eltern festgelegt, soweit in diesem Gesetz nicht etwas anderes bestimmt ist. Bei Wahlen und Abstimmungen haben Eltern eine Stimme je Kind. Die Mitwirkungsgremien sollen die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, dem Träger und dem pädagogischen Personal sowie das Interesse der Eltern für die Arbeit der Einrichtung fördern.

(2) Die Eltern der die Einrichtung besuchenden Kinder bilden die Elternversammlung. Diese wird mindestens einmal im Kindergartenjahr von dem Träger der Kindertageseinrichtung bis spätestens 10. Oktober einberufen. Eine Einberufung hat außerdem zu erfolgen, wenn mindestens ein Drittel der Eltern oder in besonders begründeten Fällen der Elternbeirat dies verlangt. In der Elternversammlung informiert der Träger über personelle Veränderungen sowie pädagogische und konzeptionelle Angelegenheiten sowie die angebotenen Öffnungs- und Betreuungszeiten. Zu den Aufgaben der Elternversammlung gehört die Wahl der Mitglieder des Elternbeirates. Die Elternversammlung soll auch für Angebote zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungskompetenz der Eltern genutzt werden.

(3) Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Elternschaft des aktuellen Kindergartenjahres gegenüber dem Träger und der Leitung der Einrichtung. Dabei hat er auch die besonderen Interessen von Kindern mit oder mit drohenden Behinderungen in der Einrichtung und deren Eltern angemessen zu berücksichtigen. Das Mandat des Elternbeirates gilt über das Ende eines Kindergartenjahres hinaus und endet mit der Wahl eines neuen Elternbeirates, wenn in den Verfahrensregeln und Geschäftsordnungen nach Absatz 1 Satz 2 keine andere Regelung getroffen wurde. Bei einem Mandat über das Ende eines Kindergartenjahres hinaus, beraten und entscheiden die Mitglieder des Elternbeirates im Interesse der neuen Elternschaft, wie die Eltern im aktuellen Kindergartenjahr, beispielsweise in der Versammlung der Elternbeiräte, vertreten werden. Wenn die Betreuung der Kinder in der Einrichtung endet, scheiden ihre Eltern spätestens mit der Wahl eines neuen Elternbeirates aus dem Elternbeirat aus.

(4) Der Elternbeirat ist vom Träger und der Leitung der Einrichtung rechtzeitig und umfassend über wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Einrichtung zu informieren und insbesondere vor Entscheidungen über die pädagogische Konzeption der Einrichtung, über die personelle Besetzung, die räumliche und sachliche Ausstattung, die Hausordnung, die Öffnungszeiten, einen Trägerwechsel sowie die Aufnahmekriterien anzuhören. Gestaltungshinweise hat der Träger angemessen zu berücksichtigen.

(5) Entscheidungen, die die Eltern in finanzieller Hinsicht berühren, bedürfen grundsätzlich der Zustimmung durch den Elternbeirat. Hierzu zählen vor allem die Planung und Gestaltung von Veranstaltungen für Kinder und Eltern sowie die Verpflegung in der Einrichtung, soweit es sich dabei zum Beispiel nicht nur um geringfügige Preissteigerungen im Rahmen allgemeinüblicher Teuerungsraten handelt.

(6) Der Rat der Kindertageseinrichtung besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Trägers, des Personals und des Elternbeirates. Aufgaben sind insbesondere die Beratung der Grundsätze der Erziehungs- und Bildungsarbeit, die räumliche, sachliche und personelle Ausstattung sowie die Vereinbarung von Kriterien für die Aufnahme von Kindern in die Einrichtung. Der Rat der Kindertageseinrichtung tagt mindestens einmal jährlich.

§ 11 Elternmitwirkung auf Jugendamtsbezirks- und Landesebene

(1) Zur Wahrnehmung der Interessen von Eltern, deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden, ist im Sinne eines gemeinsamen integrierten Förderangebots anzustreben, dass zur Vertretung dieser Eltern in der Versammlung der Elternbeiräte bis zum 10. Oktober eine Wahl im Jugendamtsbezirk ermöglicht wird.

(2) Die Elternbeiräte der Tageseinrichtungen für Kinder und gegebenenfalls eine Elternvertretung von Eltern, deren Kinder in Kindertagespflege betreut werden, können sich auf örtlicher Ebene zu der Versammlung von Elternbeiräten zusammenschließen und ihre Interessen gegenüber den Trägern der Jugendhilfe vertreten. § 10 Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend. Sie werden dabei von den örtlichen und überörtlichen öffentlichen Trägern der Jugendhilfe unterstützt. Die Versammlung der Elternbeiräte wählt in der Zeit zwischen dem 11. Oktober und dem 10. November aus ihrer Mitte einen Jugendamtselternbeirat. Die Gültigkeit der Wahl des Jugendamtselternbeirates setzt voraus, dass sich 15 Prozent aller Elternbeiräte im Jugendamtsbezirk an der Wahl beteiligt haben. Das Mandat der Mitglieder des Jugendamtselternbeirates gilt über das Ende eines Kindergartenjahres hinaus und endet mit der Wahl eines neuen Jugendamtselternbeirates, wenn in den Verfahrensregeln und Geschäftsordnungen nach Absatz 4 keine andere Regelung getroffen wurde. Wenn keine andere Regelung getroffen worden ist, endet es mit der Wahl, auch wenn kein neuer Jugendamtselternbeirat zustande kommt, in der Regel spätestens mit Ablauf des 10. November. In den Verfahrensregeln und Geschäftsordnungen kann geregelt werden, dass der Jugendamtselternbeirat für zwei Kindergartenjahre gewählt wird. Wenn ihre Kinder nicht mehr in der Kindertagesbetreuung sind, scheiden Eltern spätestens mit der Wahl eines neuen Jugendamtselternbeirates aus dem Jugendamtselternbeirat aus. Dem Jugendamtselternbeirat ist vom Jugendamt bei wesentlichen die Kindertagesbetreuung betreffenden Fragen die Möglichkeit der Mitwirkung zu geben.

(3) Die Jugendamtselternbeiräte können sich auf Landesebene in der Versammlung der Jugendamtselternbeiräte zusammenschließen. Die Jugendamtselternbeiräte wählen bis zum 30. November eines jeden Jahres aus ihrer Mitte den Landeselternbeirat. Die Gültigkeit der Wahl des Landeselternbeirates setzt voraus, dass sich Jugendamtselternbeiräte aus 15 Prozent aller Jugendamtsbezirke an der Wahl beteiligt haben. In den Verfahrensregeln und der Geschäftsordnung kann geregelt werden, dass der Landeselternbeirat für zwei Kindergartenjahre gewählt wird. Wenn ihre Kinder nicht mehr in der Kindertagesbetreuung sind, scheiden Eltern spätestens mit der Wahl eines neuen Landeselternbeirates aus dem Landeselternbeirat aus. Dem Landeselternbeirat ist von der Obersten Landesjugendbehörde bei wesentlichen die Kindertagesbetreuung betreffenden Fragen die Möglichkeit der Mitwirkung zu geben.

(4) Näheres zum Verfahren und über die Zusammensetzung der Gremien auf Jugendamts- und Landesebene regeln die Versammlungen der Elternbeiräte und der Jugendamtselternbeiräte in einer Geschäftsordnung. Der Landeselternbeirat erhält für die mit der Wahrnehmung der Aufgaben verbundenen Ausgaben bis zu 25 000 Euro jährlich. Die Auszahlung des Betrages für die Wahlperiode des Landeselternbeirats, also vom 1. Dezember bis 30. November des Folgejahres, erfolgt ab Januar nach der Wahl. Die Ausgaben einer Wahlperiode sind dem überörtlichen Träger der Jugendhilfe (Landesjugendamt) beim Landschaftsverband Rheinland jährlich spätestens bis zum 31. Januar des Folgejahres nachzuweisen. Abschlagszahlungen sind zu verrechnen.

Statement des JAEB Köln zum eingeschränkten Regelbetrieb in NRW ab dem 08.06.2020

Köln, 24. Mai 2020

Land in Sicht!

Das dachten viele Familien, als Minister Dr. Stamp den eingeschränkten Regelbetrieb für alle KiTaKinder zum 08.06 verkündete. Der reguläre Betreuungsumfang minus 10 Stunden pro Betreuungsvertrag sind ein guter Anfang und ein starkes Signal an die Eltern. Auch wir – der Jugendamtselternbeirat der Stadt Köln – freuen uns über diesen nächsten wichtigen Schritt für die Familien in NRW.

Wir danken allen Akteuren im Bereich KiTa und Jugendhilfe, die bislang eine Notbetreuung aufrechterhalten und sich für die nächsten Schritte engagiert haben.

Wir in Köln haben uns dafür entschieden, in den Dialog mit den Verantwortlichen des Kölner Jugendamtes zu gehen, um möglichst viele Perspektiven zu berücksichtigen. Für Familien und deren unterschiedliche Bedürfnisse! Für Kinder und deren Rechte! Für eine bestmögliche Betreuung und die Umsetzung der Hygienekonzepte! All diese Aspekte sind uns neben einer guten Kommunikation mit den Verantwortlichen wichtig.

Unser Fokus lag dabei auf folgenden Punkten:

  • Notwendigkeit von faktenbasierten Entscheidungen, wie konkrete Forschungsprojekte in Kitas
  • Solidarische Vergabe von Stundenkontingenten im eingeschränkten Regelbetrieb
  • Umsetzung des eingeschränkten Regelbetriebs unter Wahrung des Infektionsschutzes und gleichzeitig der Förderung und Teilhabe der Kinder
  • Maßnahmen, falls es zu einem weiteren Lockdown kommt. Wie bereitet sich die Kölner KitaLandschaft darauf vor?
  • Stichwort digitale Lösungen: Minimum-Anforderung an Kontaktaufnahmen etc.
    Lohnfortzahlungen bei Verdienstausfall
  • Kita-Beiträge während des eingeschränkten Regelbetriebs
  • Regelungen zur Betreuung von Kindern während der Schließzeiten im Sommer

Das Jugendamt hat uns gute Ansätze erläutert und Standpunkte mit uns diskutiert. Dafür möchten wir uns bedanken. Ein konstruktiver Austausch ist uns auch weiterhin sehr wichtig.

Wir sind gewählte Elternvertreter unterschiedlicher KiTas und haben als Jugendamtselternbeiräte gerade in dieser Krisensituation viele Erfahrungen anderer Eltern gesammelt. Diese Erfahrungen hatten eine Spannbreite von acht Wochen keinen Kontakt zwischen KiTa, Kindern und Eltern, bis hin zu tollen virtuellen Konzepten, durch hohes persönliches Engagement einzelner Träger und Pädagogen. Mit dieser Erfahrung im Gepäck wünschen wir uns für Kölner KiTas und deren Familien einheitliche Mindeststandards und ein Commitment über alle Träger hinweg. Kinder und deren Familien brauchen den Kontakt zu ihren Einrichtungen, um Krisensituation zu bewältigen.

Darüber hinaus haben wir Bedarfsabfragen in den einzelnen KiTas für die jeweiligen Eltern vorgeschlagen. Nicht jede Familie nutzt Betreuungskontingente im vollen Umfang. So könnte ein Mehrbedarf bei einzelnen Familien abgedeckt werden und ein solidarisches Miteinander unter Familien entstehen. Flexibilität ist gerade in einer solchen Situation wichtig. Die Stadt Köln wird zunächst eine Bedarfsabfrage nach Betreuung während der ursprünglichen Ferienzeiten starten.

Wie die einzelnen Betreuungssettings und die Einhaltung der Hygienestandards nun ausgearbeitet werden, liegt in der Hand der KiTas. Wir hoffen, dass sie bei dieser schwierigen Aufgabe möglichst viel Hilfe erhalten und vom gegenseitigen Austausch profitieren können.

Auch wir als Jugendamtselternbeirat der Stadt Köln unterstützen gerne die Verantwortlichen bei allen nächsten Schritten und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.

Damit ein zunächst eingeschränkter Regelbetrieb erfolgreich laufen kann, brauchen wir aber Eure Erfahrungen als Eltern vor Ort. Meldet Euch gerne bei uns und teilt Eure Eindrücke!

Euer Jugendamtselternbeirat Köln

Hier findet Ihr den Link zu unserem Brief.

Statement des Landeselternbeirats zur Corona-Krise

Vielen Dank an den Landeselternbeirat NRW für diese Stellungnahme. Wichtige und sehr richtige Punkte rund um das Betretungsverbot aller Kitas in NRW werden hier angesprochen. Wir können diese Haltung nur unterstützen und hoffen, dass sie berücksichtigt wird.

Veranstaltung „Elternbeirat – was bedeutet das überhaupt?“

Neu im Amt, was nun? Unter diesem Motto haben wir uns mit frisch gebackenen Elternbeiräten und „Profis“ getroffen, um gemeinsam zu klären, was Elternmitwirkung eigentlich bedeutet. Auffällig war, dass es in Kölner KiTas ganz unterschiedlich läuft. Wir haben viele Probleme gehört, aber auch sehr positive Erfahrungen. Was in einer Einrichtung eine große Herausforderung war, lief in der anderen richtig gut. 

An dem Abend haben wir die Elternbeiräte gebeten, positive und negative Erfahrungen Kölner KiTa-Eltern auf Karten zu schreiben. Natürlich ist unsere kleine Umfrage nicht repräsentativ. Sie spiegelt aber viele Themen aus dem öffentlichen Diskurs wider. 

Hier die Top 6 Herausforderungen und Highlights der Umfrage:

Was läuft schlecht in einigen KiTas?

  1. Fehlende Elternmitwirkung/-bestimmung/-beteiligung
  2. Personalsituation/Fluktuation
  3. Kommunikation (einseitige oder schlechte Kommunikation)
  4. Intransparente Konzeption/mangelnde Struktur
  5. Wenige/unpassende Aktivitäten
  6. Unzufriedenes Personal

Worüber sind andere Eltern glücklich?

  1. Positives Miteinander (Team, Leitung, Eltern)/gute Kommunikationskultur
  2. Funktionierende Elternmitwirkung
  3. Gelungene Veranstaltungen/passende Aktivitäten
  4. Zufriedenheit mit Pädagogen/Leitung
  5. Partizipation Kinder
  6. Qualität der Eingewöhnung

Natürlich freuen wir uns, dass an dem Abend auch von vielen positiven Erfahrungen berichtet wurde.

Übrigens: In Elterninitiativen läuft die Elternmitwirkung onaturgemäß auffällig gut. Wir wissen aber auch, dass es in vielen KiTas viele Baustellen gibt, an denen wir gemeinsam arbeiten müssen. Ob sich von den Top 6 ableiten lässt, wann wir Eltern mit einer KiTa zufrieden sind? Möglicherweise. Klar ist aber, dass die Beteiligung aller ein Schlüssel zum Erfolg ist. 

Euer JAEB

Arbeitsgruppen (AGs)

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Arbeitsgruppen im JAEB gebildet, zu denen wir interessierte Elternbeiräte – und interessierte Eltern und andere Expert*innen – herzlich einladen mit uns an den Themen zu arbeiten um im Interesse unserer KiTa-Kinder die Situation zu verbessern:

AG-Thema:Kontakt im JAEB (E-Mail folgt):
Kibiz:Maik
Inklusion:Dilek, Mehmet, Stefanie
Gesundheit/Ernährung/Hygiene:Maik, Demet, Pinar, Atilla
Pädagogisches Konzept:Maik
Gewaltprävention:Heike, Demet
Bilingualität: Parissa (evtl.)

Interne Aufgaben:
Vollversammlung & Wahl: Sonja
Öffentlichkeitsarbeit
(Webseite & Newsletter):
Sonja, Conny, Heike, Florian, Stefanie
Social Media: Conny
Veranstaltungen (Infoveranstaltung
für Elternbeiräte)
Conny, Heike, Denise, Dilek

Weitere JEAB-Infos zu AGs, Themen, Antworten auf Fragen („FAQs“) siehe hier.